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1580 Tiere — und trotzdem musste die Wildtierstation immer wieder zumachen

Trudering-Riem · Freitag, 31. Juli 2026

Die Zahl wirkt auf den ersten Blick wie Entspannung. Betriebsleiter Jacek Koppe sagt: Es liegt nicht am Bedarf, sondern an Aufnahmestopps.

Bis zum 29. Juli hat die Wildtierstation des Tierschutzvereins München e.V. in diesem Jahr 1580 Wildtiere aufgenommen — ein Zwischenstand, keine Jahreszahl; bis Dezember rechnet die Station mit etwa dem Doppelten. Betriebsleiter Jacek Koppe sagt, das seien eher etwas weniger als in den Vorjahren. Nur liegt das nicht daran, dass weniger Tiere Hilfe brauchen.

Es liegt an Aufnahmestopps. Gleich mehreren, aus drei Gründen: Personalmangel, eine zu schnell erreichte Obergrenze und verschärfte Quarantäneauflagen des Veterinäramts wegen der Vogelgrippe. Genehmigt sind 500 Tiere gleichzeitig, personell zu schaffen waren 400 — dort war jeweils Schluss. Wer danach anrief, hörte Nein.

Wie viel dahintersteckt, zeigt Koppes eigene Zeitreihe der abgeschlossenen Jahre: 2602 Tiere (2017), 2866, 3179, 3991, 4137 (2021), 3853, 3792 (2023), 4786 (2024), 4458 (2025). Den Einbruch 2023 erklärt er mit dem Ende der Coronamaßnahmen. Den Ausschlag 2024 mit einer Ausnahmesituation: Wegen Wetterproblemen stürzten bundesweit tausende Schwalben ab — die Station nahm binnen drei Tagen 527 Schwalben auf.

Eine Station, die kann, aber nicht darf, ist ein anderer Befund als eine Station, bei der weniger ankommt.

Quellen: - Tierschutzverein München e.V. — Angaben der Betriebsleitung — Wildtierstation am Limit: 1580 Tiere bis Ende Juli — die Station musste Aufnahmestopps verhängen

Quellen