Die Wirte der Kupferstraße haben geschrieben — jetzt fordert der Bezirksausschuss ein härteres Vorgehen gegen die Poser
Mitte · Altstadt · Samstag, 1. August 2026
Einstimmiger Beschluss gegen Poserverkehr, Tempoverstöße und Lärm. Auslöser war ein gemeinsames Schreiben der Gastronomen vom 6. Juli. Zugleich ziehen drei Ämter aus dem Technischen Rathaus aus.
Der Bezirksausschuss Mitte hat am Mittwochabend einstimmig beschlossen, die Stadtverwaltung zu einem entschiedeneren Vorgehen gegen Poserverkehr, überhöhte Geschwindigkeiten und Verkehrslärm in der Kupferstraße aufzufordern. Grundlage war ein Antrag, den Klara Rüsenberg und Emanuel Yanik Blaurock für die SPD Mitte eingebracht hatten.
Der Antrag greift ein gemeinsames Schreiben von Gastronomen und Gewerbetreibenden der Kupferstraße vom 6. Juli auf. Die Unterzeichner beklagen, dass die geltende Tempo-30-Regelung in der Kupferstraße wie in der Harderstraße regelmäßig missachtet werde. Manche Fahrzeuge befahren die Strecke mehrfach hintereinander und beschleunigen vor allem im mittleren und hinteren Bereich der Kupferstraße stark. Neben der Gefährdung von Fußgängern sei der Lärm eine erhebliche Belastung für Anwohner und für die Gäste der Außengastronomie.
Wie sich das anfühlt, hat ein Autor von in-direkt an einem Abend selbst nachgeprüft: Es dauerte nicht lange, bis die ersten Fahrzeuge Runde um Runde durch die Innenstadt fuhren — Harderstraße, Kupferstraße, Theresienstraße, Kreuzstraße, aber auch Donaustraße, Schulstraße und Schrannenstraße. „Man schaut automatisch auf, tritt einen Schritt näher an die Hauswand und fragt sich, warum manche Fahrer öffentliche Straßen offenbar als Bühne verstehen."
Drei Ämter ziehen aus dem Technischen Rathaus
Die Umzüge haben begonnen, und sie sind terminiert:
- 3. bis 7. August: Das Referat VII zieht in die Theresienstraße 32, in die ehemalige Filiale der Volksbank Raiffeisenbank. - 10. bis 14. August: Das Stadtplanungsamt folgt. - 17. bis 21. August: Das Bauordnungsamt bezieht seine neuen Räume am Rathausplatz 5.
Während der Umzugswochen sind das Referat VII und die genannten Ämter nur eingeschränkt erreichbar.
Abschied von der Werkstattbühne
Was passiert in den nächsten 30 Jahren mit dem Bau des Ingolstädter Stadttheaters, wenn er so lange leer steht? Eine Krankenstation für verletzte Marienkäfer, schlagen Kinder des Spielclubs vor. Bei einer kleinen Abschiedsfeier ihres Spielclubs von der Werkstattbühne haben sie die Zukunft des Hämer-Baus so ausgemalt, dass der Kulturkanal Ingolstadt es weitererzählt hat.
Der Ingolstädter, der über den Darm schrieb
Dr. med. Ulrich Selz hat aus einem verdrängten Thema einen Spiegel-Bestseller gemacht. Er und sein Bruder litten in Kindheit und Jugend unter massiven Allergien, Blähungen, Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden; jahrelang galten sie als „komplexe Fälle", bis engagierte Ärzte eine Lösung fanden. Für Selz war das der Grundstein seiner Berufung — die Faszination für Medizin hatte ihn schon mit zwölf gepackt. An den Höfen der Antike begutachteten Leibärzte den Stuhl ihrer Herrscher; mit Aufklärung, Hygienereformen und Kanalisation verschwand der Darm hinter verschlossene Türen. Erst seit gut zwanzig Jahren entdeckt ihn die Wissenschaft wieder — als Organ, das eng mit Immunsystem, Nervensystem und Stoffwechsel verknüpft ist.
Quellen: - in-direkt (Ingolstadt) — BZA Mitte fordert Maßnahmen gegen Poserverkehr - in-direkt (Ingolstadt) — Kommentar: Die Innenstadt ist keine Rennstrecke - in-direkt (Ingolstadt) — Umzüge aus dem Technischen Rathaus: Referat VII, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt ziehen im August um - Kulturkanal Ingolstadt — Abschied von der Werkstattbühne: Ingolstädter Spielclub-Kinder über die Zukunft des Stadttheaters - in-direkt (Ingolstadt) — Das Ende eines Tabus
Quellen
- BZA Mitte fordert Maßnahmen gegen Poserverkehr
- Kommentar: Die Innenstadt ist keine Rennstrecke
- Umzüge aus dem Technischen Rathaus: Referat VII, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt ziehen im August um
- Abschied von der Werkstattbühne: Ingolstädter Spielclub-Kinder über die Zukunft des Stadttheaters
- Das Ende eines Tabus