1000 günstige Wohnungen in der Ami-Siedlung — gestoppt von Protest und Denkmalschutz
Fasangarten · Obergiesing-Fasangarten · Montag, 3. August 2026
Zwischen Lincolnstraße und A 995 sollten durch Nachverdichtung sehr preiswerte Apartments entstehen. Die Bewohner protestierten, jetzt blockiert der Denkmalschutz eines der größten Wohnbauvorhaben des Bundes.
Es ist eines der größten Wohnungsbauvorhaben des Bundes, und es liegt in Fasangarten.
In der sogenannten „Ami-Siedlung“ — begrenzt von Lincolnstraße, Bahnstrecke, Fasangartenstraße und der A 995, rund 50 Gebäude im Bestand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben — sollten durch Nachverdichtung 1000 sehr günstige Apartments entstehen. Tausend Wohnungen im unteren Preissegment, in einer Stadt, in der genau das fehlt.
Daraus wird so nicht. Die Bewohner protestierten gegen die Pläne, und der Denkmalschutz blockiert das Vorhaben.
Warum ausgerechnet hier
Die Siedlung ist kein gewöhnliches Quartier, und das ist der Kern des Konflikts. Sie stammt aus der Zeit, in der die US-Streitkräfte diesen Teil Münchens prägten — wir haben gestern an dieser Stelle über die amerikanischen Jahrzehnte in Obergiesing geschrieben, über die McGraw-Kaserne und die Spuren, die man bis heute sieht. Die Ami-Siedlung ist die bewohnte Fortsetzung dieser Geschichte: eine offene, durchgrünte Bauform, die sich vom Rest der Stadt unterscheidet — und die genau deshalb schützenswert ist.
Damit stehen zwei berechtigte Anliegen frontal gegeneinander: 1000 bezahlbare Wohnungen auf der einen Seite, ein erhaltenswertes Stück Stadtgeschichte und die Nachbarschaft, die darin lebt, auf der anderen. Wer hier eine einfache Antwort hat, hat die Frage nicht gelesen.
Quellen