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Philipp wohnt bei Hildegard — und seine Kumpels sind inzwischen „absolute Fans“

München · Stadtweit · Montag, 3. August 2026

Zwei Generationen in einer Wohnung, weil eine Stadt sich das Wohnen selbst zu teuer gemacht hat. Dazu: die Frau, die für Filmteams Münchner Dachterrassen auftreibt, und drei exhibitionistische Vorfälle an einem Tag.

Die WG, die es so nur in einer teuren Stadt gibt

Philipp ist Student, Hildegard hat ein Zimmer frei. Zusammengekommen sind die beiden über das Programm „Wohnen für Hilfe“ — und was als Wohngemeinschaft begann, wurde nach ihrer eigenen Beschreibung schnell „eine wunderbare Freundschaft“. Philipps Satz über seine Mitbewohnerin ist der beste Beleg dafür, dass hier niemand eine Notlösung verwaltet: „Meine Kumpels sind absolute Fans von Hildegard.“

Der Grund, warum es diese Wohnform überhaupt in wachsender Zahl gibt, ist weniger schön. Wohnen in München wird immer teurer, und Studierende können sich die steigenden Mieten oft schlicht nicht leisten.

Und der Fachmann sagt: das trifft längst nicht nur Studierende

Ein Experte findet in einer zweiten Analyse deutliche Worte: Das Problem werde „systematisch unterschätzt“. Die Mietpreise explodieren seit Jahren, ein Ende ist kaum in Sicht — und die Folge ist, dass viele Menschen trotz gutem Gehalt an der Armutsgrenze kratzen.

Das ist die Münchner Besonderheit in einem Satz: Hier kann man ordentlich verdienen und trotzdem knapp sein. Die WG von Philipp und Hildegard ist die freundliche Antwort auf einen unfreundlichen Befund.

Die Frau, die Ihre Dachterrasse für einen Film sucht

Wenn in München gedreht wird, hat vorher jemand geklingelt. Daniela Kraus arbeitet als Location-Managerin — sie sucht die Orte, an denen Filme entstehen, und muss dabei fast alles im Blick behalten, was schiefgehen kann: Kosten, Lärm, Nachbarn, Müll.

Ihr Beruf besteht in großen Teilen aus Diplomatie mit Anwohnern und aus Verschwiegenheit. Dachterrassen haben eine besondere Bedeutung, Außendrehs sind das Schwierigste. Man merkt diesen Job erst, wenn er nicht gemacht wurde — nämlich dann, wenn ein Drehtag die halbe Straße lahmlegt.

Am LMU-Klinikum: Demenz früher erkennen

Das LMU-Klinikum bündelt seine Expertise für kognitive Störungen in einem neuen Zentrum. Im Mittelpunkt stehen interdisziplinäre Zusammenarbeit und Früherkennung — dazu ein neues Gerät, das die Untersuchungen für die Patientinnen und Patienten angenehmer macht.

Der letzte Punkt klingt nebensächlich und ist es nicht. Wer schon einmal einen Angehörigen zu einer solchen Untersuchung begleitet hat, weiß, wie viel davon abhängt, ob ein Mensch mit beginnender Verwirrung ein Gerät als bedrohlich erlebt oder nicht.

40 Menschen, die das LKA für gefährlich hält

Das Kompetenzzentrum für Deradikalisierung des Bayerischen Landeskriminalamts betreut derzeit 40 sogenannte Gefährder — Menschen, denen die Behörden zutrauen, schwere Straftaten zu begehen. 15 Fachleute arbeiten dort an ihrer Abkehr vom Extremismus und begleiten sie jahrelang.

Der interessante Teil ist die Haltung dahinter: Die Spezialisten versuchen zu verstehen, warum sich radikale Gedanken verfestigen. Das ist keine milde Sozialarbeit, sondern Sicherheitspolitik mit langem Atem — und sie findet in dieser Stadt statt, ohne dass man je etwas davon mitbekommt.

Wiesn-Streit: „Geschürte Angst ist völliger Humbug“

Der Gastronom Alexander Egger hat sich juristisch um die Vergabe von Festzelten auf dem Oktoberfest gestritten. Seither, sagt er, sehe er sich massiven Anfeindungen ausgesetzt. Seine Antwort auf die aufgeheizte Debatte: „Geschürte Angst ist völliger Humbug.“

Sechs Wochen vor dem Anstich ist damit klar, dass in diesem Jahr nicht nur über Bierpreise geredet wird, sondern darüber, wer überhaupt ein Zelt bekommt.

Drei exhibitionistische Vorfälle an einem Tag

Die Polizei meldet für Samstag, 1. August, drei getrennte exhibitionistische Handlungen an drei Orten — und drei Festnahmen:

Der Tatverdächtige aus der Tram wurde der Haftanstalt zur Haftprüfung überstellt. Die genauen Tatorte — welcher Park, welche Unterführung — nennt die Meldung nicht; wir schreiben deshalb keine Straßennamen dazu, die wir nicht haben.

Drei Fälle an einem Tag sind auffällig, aber es sind drei verschiedene Männer an drei Orten. Ein Zusammenhang besteht nach dem Stand der Meldung nicht.

Quellen: - Münchner Merkur — Ungewöhnliche WG in München: „Meine Kumpels sind absolute Fans von Hildegard“ - Münchner Merkur — „Systematisch unterschätzt“: Experte findet deutliche Worte für Problem in München - Süddeutsche Zeitung (München) — Location-Scout: Ohne sie kein Film - Süddeutsche Zeitung (München) — LMU-Klinikum: Demenz schneller erkennen - tz München — „Könnten schwere Straftaten begehen“: LKA Bayern betreut 40 Gefährder – und begleitet sie jahrelang - tz München — Wirt äußert sich zu hitziger Wiesn-Debatte: „Geschürte Angst ist völliger Humbug“ - Polizeipräsidium München — Medieninformation vom 02.08.2026, Vorfall 1129 a/b/c

Quellen