„Regelwidrig“ fährt hier fast jeder — das Referat gibt es zu und baut trotzdem keinen Radweg
Berg am Laim · Donnerstag, 6. August 2026
Der geforderte Zweirichtungsradweg an der Berg-am-Laim-Unterführung kommt nicht vor dem Ende der 2. Stammstrecke. Vorher wird stadtauswärts sogar komplett gesperrt.
Das Mobilitätsreferat hat einen Antrag zur Berg-am-Laim-Straße beantwortet — und die interessanteste Stelle ist die, an der es dem Antrag recht gibt. Gefordert hatten fünf Stadtratsmitglieder der Grünen — Rosa Liste — Volt im August 2025 einen sofortigen Zweirichtungsradweg auf der Südseite zwischen Haidenauplatz und Friedenstraße.
Referent Georg Dunkel schreibt, die Erreichbarkeit mit dem Rad sei von der Friedenstraße kommend „nur umständlich bzw. umwegig legal möglich“ — und der südliche Geh- oder Radweg werde deshalb „dementsprechend häufig regelwidrig“ Richtung Haidenauplatz genutzt. Eine direkte, sichere Verbindung sei „entscheidend“.
Kommen wird sie trotzdem nicht. Seit Frühjahr 2025 ist wegen der 2. S-Bahn-Stammstrecke eine Fahrspur gesperrt; die verbleibenden Seitenräume sind je nach Bauphase unterschiedlich breit und für Gegenverkehr zu schmal. Ein Wechsel zwischen Freigabe und Aufhebung sei nicht praktikabel. Zudem endet die Sperrung schon in der Unterführung und nicht erst an der Friedenstraße — was die Verwaltung ausdrücklich auch damit begründet, dass rechtsabbiegende Autos dort eine Wartefläche brauchen, damit sich kein Rückstau auf der Tramspur bildet.
Und dann steht da noch dieser Satz: Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 muss die stadtauswärtsführende Verbindung für Fuß- und Radverkehr für längere Zeit komplett gesperrt werden. Umleitungen sind angekündigt, benannt sind sie nicht.
Die dauerhafte Lösung steht im Bebauungsplan „Orleanshöfe“ — zusammen mit dem Umbau der Orleanstraße und des Haidenauplatzes, nach der 2. Stammstrecke.
Quellen