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An der Wohnungstür in der Schachenmeierstraße — und eine Woche später stellt er sich selbst

Neuhausen · Dienstag, 11. August 2026

Der Tatverdächtige eines Messerangriffs vom 31. Juli ging am 6. August abends von sich aus zu einer Polizeiinspektion. Außerdem: Die Landshuter Allee wird zwei Wochen lang nachts und an Wochenenden saniert.

Am Freitag, 31. Juli, gegen 10.20 Uhr klingelte es an einer Wohnungstür in der Schachenmeierstraße. Wer öffnete, wurde nach Angaben der Polizei mit einem Messer und Faustschlägen verletzt; der Angreifer flüchtete.

Sechs Tage später beendete er die Flucht selbst. Am Donnerstag, 6. August, gegen 21.45 Uhr stellte sich ein Mann bei einer Polizeiinspektion. Gegen ihn war ein europäischer Haftbefehl erlassen worden, der vollstreckt wurde. Er gilt als Tatverdächtiger — Untersuchungshaft ist keine Feststellung von Schuld.

Zwei Wochen Baustelle auf der Landshuter Allee

Von Montag, 17., bis Sonntag, 30. August, saniert das Baureferat die Landshuter Allee zwischen Dachauer und Moosacher Straße — beide Hauptfahrbahnen und mehrere Rampen. Gearbeitet wird bewusst in den verkehrsärmeren Sommerferien, nachts und über die Wochenenden:

- Nächte vom 17. bis 20. August: Rampen auf der Westseite im Bereich des Georg-Brauchle-Rings Richtung Wintrichring und Zentrum, jeweils 21 bis 6 Uhr gesperrt. Tagsüber sind sie frei. - Donnerstag, 20. August, 6 Uhr, bis Sonntag, 23. August, 22 Uhr: die östliche Fahrbahn gesperrt — Richtung Norden, stadtauswärts von der Dachauer Straße Richtung Georg-Brauchle-Ring und Moosacher Straße. - Nächte vom 24. bis 27. August: Rampen im Bereich der Dachauer Straße, jeweils 21 bis 6 Uhr voll gesperrt. In den Nächten vom 25. bis 27. August zusätzlich die Rampe auf der Ostseite Richtung Petuelring — dort halbseitig befahrbar. - Donnerstag, 27. August, 6 Uhr, bis Sonntag, 30. August, 22 Uhr: die Westseite vollständig gesperrt, Richtung Süden.

Am Bushalt Donnersbergerbrücke wird der Einstieg flacher

Seit 10. August und voraussichtlich bis Dezember erneuert das Baureferat an der östlichen Bushaltestelle der Donnersbergerbrücke den Bodenbelag, die Brückenkappen und die Abdichtung des Fuß- und Radwegs. Der Belag wird dabei so angepasst, dass das Ein- und Aussteigen künftig nahezu niveaugleich möglich ist — abgestimmt mit dem Städtischen Beraterkreis für Barrierefreies Planen und Bauen.

Betroffen ist ein etwa 40 Meter langer Abschnitt direkt am Zugang zum S- und Regionalbahnhalt. Der Busfahrstreifen ist auf rund 70 Metern gesperrt, zwei der drei Wartehäuschen werden abgebaut; das nördliche bleibt als Ersatzhaltestelle. Die Linien 53, 63 und 153 fahren während der gesamten Bauzeit weiter. Geh- und Radverkehr laufen provisorisch über den gesperrten Busfahrstreifen, die Fahrradständer werden vorübergehend verschoben.

„Ah, Neuhausen!“ — „Das ist doch noch Maxvorstadt?“

Auf mucbook hat jemand seine eigene U-Bahn-Haltestelle porträtiert: die Maillingerstraße, die genau zwischen beiden Vierteln liegt und sich an dieser Unentschiedenheit erkennbar wohlfühlt. Zwei Stationen bis zum Hauptbahnhof, in die andere Richtung wird es schnell ruhiger.

Der Tipp aus dem Text ist die parallel zur lauten Nymphenburger verlaufende Blutenburgstraße — weniger Verkehr, Altbauten, kleine Cafés, in denen man sitzen bleibt, obwohl man nur schnell einen Kaffee holen wollte. Namentlich genannt werden Dompierre, die Fritz Mühlenbäckerei und das Butter. Zum Laufen geht es am Nymphenburger Kanal entlang stadtauswärts, immer geradeaus, bis der Schlosspark beginnt.

Der Trafo bleibt

Das Kulturzentrum an der Nymphenburger Straße bleibt beim Verein, der es aufgebaut hat. Der Stadtteilkultur Neuhausen-Nymphenburg e.V. behält die Trägerschaft für weitere fünf Jahre — das 2021 eröffnete „Kultur im Trafo“ liegt damit bis Ende August 2031 in seiner Verantwortung. Beschlossen hat das der Kulturausschuss des Stadtrats am 16. Juli.

Geführt wird das Haus von Magdalena Waller mit einem sechsköpfigen Team. Dazu gehören der Veranstaltungssaal, die Kleinkunstbühne im Foyer, Seminarräume und ein Bandprobenraum — gefördert vom Kulturreferat.

Die Zahl, die den Ausschlag gibt: 42.000 Nutzerinnen und Nutzer im vergangenen Jahr. „Der Trafo bleibt eine Quelle kultureller Energie für unser Stadtviertel“, sagt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Schwirz. Co-Vorsitzende Ana Scheunemann kündigt an, das Netzwerk im Viertel weiter auszubauen und gezielt auch Gruppen anzusprechen, die bislang nicht kommen. Kulturreferent Marek Wiechers lobt das Beteiligungskonzept, das „nicht nur nach innen“ wirke.

Und einmal Straße gegen Akademie

Bei der Tanzwerkstatt Europa sind im Schwere Reiter erstmals Tänzerinnen und Tänzer in einem Urban Dance Battle gegeneinander angetreten. Die SZ hat sich das auf und hinter der Bühne angesehen.

Quellen: - Polizei München — Messerangriff an der Wohnungstür in der Schachenmeierstraße: Tatverdächtiger stellt sich - Rathaus-Umschau — Nachts und am Wochenende: Baureferat saniert Landshuter Allee - Rathaus-Umschau — Bushalt Donnersbergerbrücke: Besser Um- und Einsteigen - Rathaus-Umschau — Der „Trafo“ bleibt in bewährten Händen - MUCBOOK — Meine Halte: Maillingerstraße – irgendwo dazwischen, ziemlich mittendrin - Süddeutsche Zeitung — Tanzfestival in München: Erstmals bei der Tanzwerkstatt Europa: Urban Dance Battle

Quellen