Sehr Lokal · Ingolstadt

Die Stadt bat um einen Eimer Wasser für die Bäume — und bekam eine Grundsatzdebatte

Ingolstadt · Stadtweit · Mittwoch, 12. August 2026

Aus der Bitte, den Baum vor der eigenen Haustür mitzugießen, ist in den sozialen Netzwerken ein Streit geworden. Am Donnerstag öffnet außerdem das Freibad wieder bis 23 Uhr.

Eigentlich wollte die Stadt nur Wasser. Für ihre Bäume. Möglichst aus einer Gießkanne oder einem Eimer, getragen von einem hilfsbereiten Ingolstädter. Klingt überschaubar.

Der Hintergrund ist ernst und steht seit gestern in dieser Zeitung: Wegen der anhaltenden Trockenheit bittet die Stadt darum, den Baum vor der eigenen Haustür mitzugießen. Das Gartenamt ist seit Mai mit eigenen Fahrzeugen unterwegs, dazu kommen externe Dienstleister — trotzdem dauert ein kompletter Bewässerungsdurchgang durchs Stadtgebiet ein bis eineinhalb Wochen. Vorrang haben junge und besonders gefährdete Bäume.

Wer allerdings glaubt, man könne in Ingolstadt einfach einen Eimer Wasser an einen Baum kippen, ohne daraus eine gesellschaftspolitische Grundsatzdebatte zu machen, kennt die sozialen Netzwerke schlecht. Das schreibt in-direkt in einer Glosse — und beschreibt damit ziemlich genau, was aus der Bitte geworden ist.

Der Baum, nebenbei, wartet weiter.

Am Donnerstag ist wieder Nachtschwimmen

Wegen der anhaltend hochsommerlichen Wetterlage öffnet das Freibad am Donnerstag, 13. August, erneut bis 23 Uhr. „Gerade bei diesen Temperaturen möchten wir unseren Gästen eine zusätzliche Möglichkeit bieten, sich abzukühlen“, sagt Kathrin Meier von den Stadtwerke-Freizeitanlagen.

Wenn jemand für die COM-IN an der Tür steht — er ist es nicht

Die COM-IN Telekommunikations GmbH warnt ausdrücklich vor einem Mann, der sich als ihr Außendienstmitarbeiter ausgibt. Bei dem Unternehmen häufen sich die Beschwerden.

So geht er vor: Er klingelt vor allem in Mehrfamilienhäusern an mehreren Wohnungen nacheinander, tritt im Gespräch forsch und aufdringlich auf und drängt zu einem sofortigen Umstieg auf Glasfaser — angeblich werde es später teurer.

COM-IN stellt klar: Dieser Mann handelt nicht in ihrem Auftrag.

Wer so jemanden an der Tür hat: nichts unterschreiben, keine Kundennummer herausgeben, die Tür zumachen und beim Anbieter selbst anrufen. Ein seriöser Vertrieb hält Zeitdruck aus.

Und zwei Nachrichten, die gut ausgehen

- 🎶 5.500 Euro für Technik: Die Sparkasse Ingolstadt Eichstätt hat der Städtischen Simon-Mayr-Sing- und Musikschule eine Spende übergeben, von der eine mobile Beschallungsanlage angeschafft wurde. Gebraucht wird sie bei Konzerten im Rock-Pop-Bereich und unter freiem Himmel — zuletzt etwa im Anatomiegarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums. Den Scheck übergab Abteilungsleiter Oliver Samwald an Schulleiter Florian Beyer. - 🏛️ 19 neue Stadtführerinnen und Stadtführer: Seit Oktober wurden sie ausgebildet — in Festungs- und Stadtgeschichte, Kirchengeschichte, dem Thema Bier, Rhetorik, Kommunikation und Gruppenführungstechniken, dazu Besuche in den städtischen Museen. Jetzt haben sie ihre Zertifikate. Hintergrund ist der steigende Bedarf an Nachwuchs im Stadtführerverein und das Ziel, das Angebot auszubauen.

Quellen: - in-direkt — GLOSSE – Ein Eimer Wasser – und Ingolstadt diskutiert - in-direkt — Wieder Nachtschwimmen im Freibad - in-direkt — Achtung vor falschem COM-IN-Mitarbeiter - in-direkt — Sparkasse übergibt Spende an Sing- und Musikschule - Stadt Ingolstadt — Botschafter der Stadt

Quellen