Sehr Lokal · München

Er wollte seinen Roller verkaufen — die Probefahrt endete mit Pfefferspray

Bogenhausen · Mittwoch, 12. August 2026

Einer der beiden Interessenten fuhr mit dem Yamaha davon, der andere griff den Verkäufer an. Am Prinzregentenplatz wurde einer der beiden gefasst; der graue Roller wird gesucht.

Am Mittwoch, 5. August, gegen 19 Uhr traf sich ein Mann in Bogenhausen mit zwei Interessenten, um seinen Yamaha-Motorroller zu verkaufen. Während der Probefahrt fuhr einer der beiden mit dem Roller davon — und der zweite sprühte dem Verkäufer Pfefferspray ins Gesicht.

Der Bestohlene ließ trotzdem nicht locker. Er verfolgte ihn bis zum Prinzregentenplatz, wo die Polizei den Mann am U-Bahnhof festnahm. Ein Verdacht ist keine Feststellung von Schuld.

Gesucht werden jetzt der zweite Täter und der Roller: ein grauer Yamaha YP125RA SP. Zeugen im Bereich Barbarossastraße, Prinzregentenstraße und Einsteinstraße werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden — ein Roller muss irgendwo stehen, und meistens steht er in einer Nachbarschaft.

Und eine Initiative, die unter der Stadt sucht

Sie gehen in ihrer Freizeit in Tiefgaragen. Die Initiative Parkraumwende beschreibt auf mucbook, was sie dort sucht: die großen leeren Flächen unter der Stadt — und die Antwort auf die Frage, warum am Straßenrand darüber alles zugeparkt ist. Die freien Plätze tragen sie inzwischen in eine interaktive Karte auf parkraumwende.de ein.

Ihr Ziel ist die Verlagerung des ruhenden Verkehrs auf private Flächen wie Tiefgaragen und Parkhäuser. Die Begründung ist ein Satz, über den man im Viertel streiten kann: „Der öffentliche Raum muss der Öffentlichkeit gehören“ — dort entstehe Platz für Bäume, Versickerungsflächen, breitere Gehwege und Lieferzonen.

Quellen: - Polizei München — Raub bei Roller-Probefahrt in Bogenhausen — 18-Jähriger am Prinzregentenplatz gefasst - MUCBOOK — München hat ein Parkproblem oder warum wir uns ehrenamtlich mit Tiefgaragen beschäftigen

Quellen