Sehr Lokal · München

Tausende standen am Mittwochabend auf dem Olympiaberg und schauten in denselben Himmel

Olympiapark · Milbertshofen-Am Hart · Donnerstag, 13. August 2026

Die partielle Sonnenfinsternis über München ist vorbei — und der Olympiaberg war der Ort, an dem sie stattfand. Nebenan geht es um einen Schulweg, den eine Schulweghelferin im Juli 2025 gemeldet hat.

Über München war am Abend des 12. August eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen — und auf dem Olympiaberg kamen Tausende Menschen zusammen, um sie zu beobachten.

Wir hatten die Finsternis zweimal angekündigt, mitsamt dem Run auf die Brillen. Was daraus geworden ist, lässt sich schlecht in Zahlen fassen und gut in einem Bild: ein Hügel aus Bauschutt, aufgehäuft nach dem Krieg, und darauf ein paar tausend Leute, die alle in dieselbe Richtung schauen. Der Olympiaberg ist an solchen Abenden das, was München sonst fehlt — eine Tribüne für alle.

Der Schulweg an der Schleißheimer Straße: was nach 13 Monaten daraus geworden ist

Die Fraktion ÖDP/München-Liste hatte im Februar beantragt, die Schulwegsicherheit in Milbertshofen zu verbessern — Fahrradampeln an der Schleißheimer Straße/Ecke Keferloherstraße, die Keferloherstraße als Fahrradstraße, eine Spielstraße in der Hanselmannstraße. Grundlage war eine Petition von Anwohnenden.

Angefangen hat es früher und kleiner: Im Juli 2025 hat eine Schulweghelferin das Team Schulwegsicherheit auf die Querung aufmerksam gemacht. Am 23. Juli 2025 gab es einen Ortstermin. Das Ergebnis ist so konkret wie ernüchternd:

- Warum es kracht: Die Kinder nehmen den Radweg nicht wahr, weil der Curt-Mezger-Platz und der östliche Radweg dieselbe Pflasterung haben — die Aufmerksamkeit liegt auf der Ampel. Der Radverkehr Richtung Norden hat dort Vorrang, teils sind die Radelnden „sehr schnell“ unterwegs. - Was kommt: ein zusätzlicher Schulweghelfer-Standort auf der Nordseite der Kreuzung; Piktogramme „Achtung Fußgänger“ in beiden Radweg-Zuläufen; je zwei Radpiktogramme in Verlängerung der Fußgängerfurten. Umsetzung im Jahr 2026. - Was das Referat vorerst nicht anordnet: die Fahrradampel. Die Radwege sind dort fahrbahnfern geführt — damit liegen Radfahrende nach Darstellung des Referats nicht mehr im Einflussbereich der Ampel, und der Geltungsbereich endet für Querende an der Bordsteinkante. Eine Fahrradampel müsste mindestens 22 Meter von der regelkonformen Signalstelle entfernt aufgestellt werden.

Bemerkenswert ist der Nebensatz, in dem das Referat die Ursache selbst benennt: Die Verkehrsflächen am Curt-Mezger-Platz wurden 2007 umgestaltet, und weil man Wert auf eine einheitliche Flächengestaltung legte, bekam auch der Radweg Pflasterbelag. Die Gefahrenstelle ist also ein neunzehn Jahre alter Gestaltungswunsch — und die Antwort darauf sind aufgemalte Piktogramme.

Quellen: - tz — Wie bei Taylor Swift: Tausende Münchner verfolgen die Sonnenfinsternis auf dem Olympiaberg - Rathaus-Umschau — Schulwegsicherheit in Milbertshofen verbessern!

Quellen