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Bei Abrissarbeiten wurde eine Gas-Hauptleitung durchtrennt — die Tram fuhr zeitweise nicht mehr

Laim · Sendling · Freitag, 14. August 2026

Auf einer Baustelle an der Hans-Thonauer-Straße trat Gas aus. Die Feuerwehr riegelte großflächig ab und maß Wohngebäude durch. Außerdem: Warum es in Laim keine verkehrsberuhigten Bereiche gibt.

Als die Feuerwehr an der Baustelle eintraf, roch man es schon — und man hörte es. Bei Abrissarbeiten an der Hans-Thonauer-Straße haben Bauarbeiter eine Gas-Hauptleitung durchtrennt, die am Gebäude verläuft. Vor Ort war ein deutlicher Gasgeruch wahrnehmbar, beim Näherkommen zusätzlich ein hörbarer Austritt.

Die Baustelle war zu diesem Zeitpunkt bereits geräumt. Die Einsatzkräfte riegelten den Bereich in Abstimmung mit der Polizei großflächig ab: Teile der Zschokkestraße stadtauswärts wurden gesperrt, der Tramverkehr musste teilweise eingestellt werden.

Mehrere Trupps maßen gemeinsam mit der Gaswache der Stadtwerke die gesamte Baustelle, die angrenzenden Wohngebäude und den Straßenbereich durch. Danach wurde der betroffene Gebäudeteil mit Hochleistungslüftern belüftet. Gut eine Stunde später war der Bereich freigemessen.

Die Feuerwehr datiert den Einsatz in ihrer Kopfzeile auf Mittwoch, 12. August, 9.02 Uhr, im Fließtext dagegen auf „Donnerstagmorgen". Wir halten uns an den Zeitstempel.

Warum in Laim keine verkehrsberuhigten Bereiche kommen

Eine Stadträtin der CSU mit Freien Wählern hatte im November beantragt, für die Ofener Straße, die St.-Ulrich-Straße und Haunerstraße/Friedberger Straße verkehrsberuhigte Bereiche zu prüfen und, wenn rechtlich möglich, anzuordnen. Jetzt liegt die Antwort vor.

Die Straßenverkehrsbehörde darf verkehrsberuhigte Bereiche (Zeichen 325) nur anordnen, wenn eine ganze Liste von Voraussetzungen erfüllt ist — und eine davon ist schlicht Platz. Als Mindestbreite gilt üblicherweise 8,50 Meter, weil der Bereich niveaugleich über die volle Straßenbreite ausgebaut, mit Parkflächen markiert und mit Versätzen und Aufpflasterungen versehen werden muss.

Die genannten Straßen sind 6 bis 6,30 Meter breit. Damit ist nach erster Beurteilung des Referats kein sinnvoller Ausbau möglich. Ein verkehrsberuhigter Bereich ohne Ausbau, schreibt das Referat weiter, wäre für den Fußverkehr sogar nachteilig — er würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Sicherheitsrisiken führen.

Der interessanteste Teil steht am Schluss und beantwortet eine Frage, die gar nicht gestellt war. Das Mobilitätsreferat vermutet, dass hinter dem Antrag eigentlich das Gehwegparken steht — und teilt mit, dass es derzeit eine Beschlussvorlage zur systematischen Neuordnung des Gehwegparkens für den Stadtrat vorbereitet. Begonnen werde, nach einer stadtweiten Analyse, mit den Straßenzügen mit dem größten Handlungsdruck. Und dann folgt ein Satz, den man in Laim aufheben sollte: „Wir gehen davon aus, dass Straßen in Laim dazugehören werden."

Quellen: - Feuerwehr München — FW-M: Gasaustritt auf Baustelle (Friedenheim) - Rathaus-Umschau — Verkehrsberuhigte Bereiche in Laim

Quellen