Sehr Lokal · Ingolstadt

Im Konradviertel stehen zwei neue Hochbeete — gebaut von elf Audi-Azubis aus alten Europaletten

Konradviertel · Samstag, 15. August 2026

Wer will, übernimmt einen Pflanzbereich oder hilft beim Gießen. „Wir wollen das Quartier nicht nur grüner machen, sondern auch die Menschen zusammenbringen“, sagt Quartiersmanagerin Brigitte Turinsky.

Es gibt Nachbarschaftsprojekte, die nach einer Weile in einer Broschüre landen. Und es gibt zwei Holzkisten, in die man einfach etwas hineinpflanzen kann.

Im Konradviertel stehen ab sofort zwei neue Hochbeete, und sie gehören ausdrücklich allen: Wer mag, übernimmt einen Pflanzbereich, wer weniger Zeit hat, hilft spontan beim Gießen oder Pflegen. Platz ist für Kräuter, Gemüse und bienenfreundliche Blumen.

Hinter der Idee steht das Quartiersmanagement des Stadtteiltreffs im Konradviertel. Gebaut haben die Beete elf angehende Fertigungsmechaniker der AUDI AG im Rahmen ihrer Umweltwoche, angeleitet von Carina Kraus und Roland Scheiblecker.

Wie sie gemacht sind, ist Teil der Geschichte: Der Korpus besteht aus gebrauchten Europaletten mit aufgesetzten Holzrahmen. Gesichert wurden sie mit Wühlmausgitter, Vlies und Noppenfolie; ganz unten liegt Baum- und Strauchschnitt als Dränage, darüber Kompost, Humus und Hochbeeterde.

Quartiersmanagerin Brigitte Turinsky sagt, worum es ihr geht: „Wir wollen das Quartier nicht nur grüner machen, sondern auch die Menschen zusammenbringen. Beim gemeinsamen Gärtnern entstehen Begegnungen und das Bewusstsein für gesunde, selbst angebaute Nahrungsmittel steigt." Und für die Kinder im Haus: „Sie können unmittelbar erleben, dass ihr Handeln Früchte trägt.“

Unterstützt haben außerdem Moosmühle GmbH IN-Mailing, die Bio-Gärtnerei Stauden Haid, das Gartenamt Ingolstadt und die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft.

Und eine Fahrt, die man besser nicht angetreten hätte

Am Donnerstag kurz vor 19 Uhr stürzte ein Ingolstädter auf dem Radweg der Römerstraße Richtung Friedrich-Ebert-Straße mit seinem E-Scooter und wurde auf der Fahrbahn von einem Auto leicht frontal erfasst. Er kam mit Schürfwunden davon, der Sachschaden liegt bei rund 1.600 Euro.

Das Ungewöhnliche steht am Ende der Meldung: Ein Arm und ein Bein waren nach Frakturen bereits eingegipst. Er ist trotzdem gefahren.

Quellen