250 Menschen standen bei über 30 Grad vor dem Schlachthof — wegen der Hitze in den Lastwagen
Schlachthofviertel · Ludwigsvorstadt · Samstag, 15. August 2026
SOKO Tierschutz hatte aufgerufen; die Kundgebung endete mit einer Schweigeminute. Als obere Komforttemperatur für Rinder nannten die Redner 17 Grad.
Es gehört zu den Bildern, die dieser Sommer produziert: Menschen stehen anderthalb Stunden in der prallen Sonne, um über Tiere zu sprechen, die in der prallen Sonne stehen.
Rund 250 Menschen haben am Freitag, 14. August, zwischen 14.30 und 16 Uhr vor dem Münchner Schlachthof gegen Tiertransporte bei Hitze demonstriert. Bei der Kundgebung lagen die Temperaturen über 30 Grad.
Aufgerufen hatte die Organisation SOKO Tierschutz, die Ende Juni Strafanzeige gestellt hat — gegen mehrere Viehhändler, einen Tierarzt und den Schlachthofbetreiber. Anlass war ein im Juni dokumentierter Fall: Rinder sollen bei 39 Grad Nachmittagshitze in Lastwagen angeliefert worden sein, mit nur kleinen Ventilatoren und unzureichenden Tränken.
Die Zahl, die den Rednern am wichtigsten war, ist eine ganz nüchterne: 17 Grad nannten sie als obere Komforttemperatur für Rinder.
Die Kundgebung endete um 16 Uhr mit einer Schweigeminute.
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