Sehr Lokal · München

Zwei Vereine, zweimal 1.000 Euro — und beide wussten sofort, wofür

Pasing · Obermenzing · Samstag, 15. August 2026

Die Stadtsparkasse spendet an den Frauenbund von Maria Schutz und an Helfende Hände e.V. Die Auswahl traf sie nicht selbst, sondern über den Verein Mariensäule.

Zwei Vereine in Pasing haben je 1.000 Euro bekommen, und die schönste Reaktion darauf kam von Irmgard Götz vom Frauenbund von Maria Schutz: „Eigentlich sind wir immer diejenigen, die Geld spenden. Und jetzt bekommen wir etwas. Das sind wir gar nicht gewöhnt."

Gespendet hat die Stadtsparkasse München. Zur Scheckübergabe kamen Philipp Bauer und Peter Zahren aus der Pasinger Filiale; bei der Auswahl verließ sich die Sparkasse auf die Ortskenntnis des Vereins Mariensäule, der eng mit der örtlichen Vereinskultur verbunden ist. Hintergrund ist das 200-jährige Bestehen der Sparkasse 2024 unter dem Motto „für München und das Gemeinwohl": Seither unterstützen die 30 Münchner Filialen je einen gemeinnützigen Verein vor Ort. Im vergangenen Jahr ging das Geld an die Kinder- und Jugendwerkstatt der Pasinger Fabrik, die es in die künstlerische Gestaltung der neuen Fahrradbrücke über die Offenbachstraße steckte.

Beide Vereine wussten schon, wofür. Der Frauenbund will damit die Tagesausflüge und Fahrten seiner Mitglieder verbilligen: „Gäste zahlen den vollen Preis und unsere Mitglieder dann entsprechend weniger." Man hoffe, dass das Geld „noch lange reicht“.

Bei Helfende Hände e.V. steht eine einwöchige Fahrt nach Altötting an — „und brauchen dafür jede Unterstützung", sagt Geschäftsführerin Alexandra Zottmann. Vorstandsmitglied Beate Bettenhausen nutzte die Gelegenheit für die kurze Geschichte des Vereins: gegründet 1969 zur Unterstützung schwer mehrfach behinderter Kinder — „mittlerweile sind aus den Kindern Erwachsene geworden und wir haben unser Tätigkeitsgebiet ausgedehnt". Heute betreibt Helfende Hände eine Förderwerkstätte in der Reichenaustraße mit Wohnangeboten für 54 Menschen.

Bettenhausen dankte, an die anwesende Bezirksrätin Barbara Kuhn gewandt, dem Bezirk Oberbayern als Hauptkostenträger „für den sicheren finanziellen Rahmen“ — und schob nach: „Darüber hinaus können wir jeden Cent gut gebrauchen.“

Philipp Bauer zum Abschied: „Die 1.000 Euro dürfen Spaß machen. Gutes Gelingen bei den Ausflügen!"

Und wo man bei dieser Hitze offiziell ins Wasser darf

Das Baureferat hat aufgelistet, in welchen Münchner Brunnen das Planschen erlaubt ist — nicht überall ist es das. Wer heute mit Kindern loszieht, schaut also besser vorher nach.

Quellen