Die SZ war als Urlauberin in Neuperlach — und im September öffnet die Sommerakademie im Einstein 28
Neuperlach · Samstag, 15. August 2026
„Das verkannte Viertel“ heißt die Folge über Neuperlach. Und die Volkshochschule lädt zu mehrtägigen Kursen von Goethes Faust bis zur Quantenphysik.
*Die SZ schickt in diesem Sommer Reporterinnen und Reporter in Münchner Stadtviertel, als wären sie Urlaubsziele. Diese Woche war Neuperlach dran — unter der Überschrift „das verkannte Viertel".*
Der Befund, verkürzt: Wer Neuperlach nicht kennt, hat ein ganz anderes Bild davon als die Menschen, die hier leben. Genannt werden das größte Münchner Freizeitbad, ein riesiges Iglu und eine besondere Zwischennutzung.
Der Text steht hinter der Bezahlschranke der SZ — mehr als den Anriss geben wir hier nicht wieder. Aber der Ansatz an sich ist bemerkenswert: Neuperlach kommt in der Stadtberichterstattung meistens vor, wenn etwas passiert ist. Hier kommt es vor, weil man hinfahren kann.
Die Sommerakademie im Bildungszentrum Einstein 28
Zwei Tage, vier Tage, eine Woche — die Münchner Volkshochschule richtet im September im Bildungszentrum Einstein 28 ihre Sommerakademie aus. Das Format: mehrtägige Kurse in kleinen Gruppen, ausdrücklich ohne Vorkenntnisse.
Auf dem Programm stehen unter anderem Goethes Faust, eine Einführung in das philosophische Denken, jüdische Religionsphilosophie, die Geschichte der Emotionen, Psychologie und die Physik von Relativität und Quanten. Dazu regionale Geschichte und, wie die Ankündigung es nennt, „eine Zeitreise in Bayerns subtropische Vergangenheit“.
Und das Beschäftigungsprojekt „Brückenschlag“ läuft bis 2028 weiter
Das Projekt zur beruflichen Integration in den Sanierungsgebieten Berg am Laim, Giesing und Ramersdorf wird um zwei Jahre bis zum 31. Juli 2028 verlängert. Seit dem Start im August 2023 haben 196 Menschen teilgenommen.
Besonders gefragt ist die Fachqualifizierung zur Betreuungskraft nach § 53b SGB XI: 66 Teilnehmende haben sie in fünf Durchläufen abgeschlossen. Dazu kamen 41 Basisqualifizierungsmodule — berufsbezogenes Deutsch, Mathematik, digitale Kompetenzen, Bewerbungstraining — sowie 34 Quartiersveranstaltungen mit rund 950 Teilnahmen und rund 495 Beratungen.
Der Zuschnitt ist bewusst niedrigschwellig: Kurse vormittags, damit Menschen mit Betreuungsverantwortung teilnehmen können, und ausdrücklich offen für Personen, die keinen Zugang zu Maßnahmen des Jobcenters haben. Finanziert wird die Fortführung zu 90 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundes; zusätzliche städtische Haushaltsmittel sind nicht erforderlich.
Quellen