Sehr Lokal · Ingolstadt

Das Kreuztor bleibt Kunstort — die Vereinbarung mit der Stadt gilt jetzt unbefristet

Altstadt · Sonntag, 16. August 2026

Das sagte Siegfried Bauer vom Förderverein bei der Ausstellungseröffnung am Freitagabend. Und der Künstler, der dort hängt, kam 1997 über die Graffiti-Szene nach Ingolstadt.

Die Ausstellung im Kreuztor haben wir gestern gemeldet. Der Satz, der bei der Eröffnung nebenbei fiel, ist aber der mit der längeren Haltbarkeit: Das Kreuztor bleibt ein Ort für Kunst — dauerhaft.

Bei der Vernissage am Freitagabend begrüßte Siegfried Bauer vom Förderverein Kreuztor die Gäste. Er betonte die Bedeutung des historischen Bauwerks als Ort für Kunst und Kultur — und nannte einen besonderen Grund zur Freude: Nach seinen Worten wurde die Vereinbarung mit der Stadt Ingolstadt über die Nutzung des Kreuztors unbefristet verlängert. Das Stadttor bleibt damit das, was es in den letzten Jahren geworden ist: ein Ausstellungshaus, das nebenbei ein Wahrzeichen ist.

Der Mann, dessen Bilder gerade darin hängen

Daniel Malun Lange wurde 1978 in Gera geboren. In der Nachwendezeit entdeckte er Graffiti für sich und brachte es sich selbst bei — zu einer Zeit, in der man sich Inspiration nicht aus dem Internet holen konnte. 1997 kam er nach Bayern und in Ingolstadt auf eine Hip-Hop- und Graffiti-Szene, die gerade erst anfing. Er verband Musik, Tanz und Bild, und über die Jahre hängen seither Ingolstädter Kulturprojekte an seinem Namen: das Filmfestival 20minmax, die Open-Air-Galerie, Landmarks, das Tagtraumfestival. Nach einer Zeit in Berlin kam er zurück.

Die Laudatio hielt Christina Diederichs, Leiterin des Amts für Internationale Beziehungen und Kulturverwaltung. Ihr Satz über ihn: „Daniel Malun Lange ist ein Künstler, der Räume verändert. Er gestaltet nicht nur Leinwände, sondern Fassaden, Plätze und Begegnungen."

Er selbst fasst seine Haltung in drei Begriffe: „Netzwerk, Liebe sowie Hoffnung und Glaube." Musikalisch begleitet wurde der Abend von Bettina Rottler, Leonie Hell und Quirin Witty.

Wenn Sie hin wollen

„From the Present to the Past" zeigt einen Querschnitt durch zwei Jahrzehnte, von den Anfängen im Graffiti bis zur expressiven figurativen Malerei, dazu Leihgaben aus Privatsammlungen und bislang unveröffentlichte Arbeiten. Zu sehen noch bis zum 30. August im Kreuztor an der Kreuzstraße: donnerstags und freitags 15 bis 20 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 20 Uhr.

Quellen: - in-direkt — Ein Künstler, der Räume verändert

Quellen