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Neun Stunden Licht für ein einziges Bild — ein 15-Jähriger aus Ingolstadt hat den Schleiernebel fotografiert

Ingolstadt · Stadtweit · Sonntag, 16. August 2026

Der Nebel ist 2.500 Lichtjahre weit weg und der Rest einer Supernova. Außerdem: Im Amt für Ausländerwesen bereitet jetzt eine KI die Anträge für die Sachbearbeitung vor.

🔭 Kilian Harvolk, 15, sammelt Licht

Für sein neues Bild hat der Ingolstädter Kilian Harvolk rund neun Stunden Belichtungszeit zusammengetragen. Zu sehen ist der Schleiernebel im Sternbild Schwan — rund 2.500 Lichtjahre entfernt und der Überrest einer Supernova, die vor etwa 8.000 Jahren explodiert ist. Er besteht aus dem Östlichen Schleier und Pickering's Dreieck.

Anders als bei seiner Aufnahme vom März arbeitete er diesmal mit Teleskop und Schmalbandfiltern, um die sehr feinen Strukturen überhaupt sichtbar zu machen. Über ihn wurde in Ingolstadt schon berichtet, als er 14 war. Astrofotografie heißt vor allem: auf die richtigen Bedingungen warten, stundenlang Licht sammeln und die Daten danach sorgfältig zusammenrechnen.

🤖 Im Ausländeramt bereitet eine KI die Anträge vor

Die Stadt Ingolstadt lässt im Amt für Ausländerwesen und Migration Künstliche Intelligenz Anträge vorbereiten. Die Testphase ist abgeschlossen; jetzt läuft die Anwendung im Arbeitsalltag — und auch dort wird nach Angaben der Stadt noch geprüft, ob sie unter realen Bedingungen zuverlässig und stabil arbeitet. Erprobt wird das am Beispiel des Antrags auf einen befristeten Aufenthaltstitel.

Was die Software tut: Sie prüft die Unterlagen auf Vollständigkeit, bereitet die prüfungsrelevanten Angaben einheitlich auf und entwirft bei fehlenden Nachweisen ein Nachforderungsschreiben — das ein Mensch vor dem Versand kontrolliert. Die Entscheidung über den Antrag bleibt beim Fachpersonal. Bewährt sich die Lösung, soll sie schrittweise auf weitere Antragsverfahren ausgeweitet werden.

Eine Einordnung zur Herkunft der Meldung: Der Text stammt aus der Pressestelle der Stadt. Dass einzelne Arbeitsschritte „deutlich beschleunigt" würden, ist also die Angabe der Stadt über sich selbst — Zahlen dazu nennt sie nicht. Für die Menschen, die auf einen Aufenthaltstitel warten, wäre genau das die interessante Zahl.

Quellen: - in-direkt — Ein Blick in die Tiefen des Universums - in-direkt — KI unterstützt die Antragsbearbeitung im Amt für Ausländerwesen

Quellen