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Die CSU will fahrerlose Taxis nach Ingolstadt holen — und begründet es mit der letzten Meile

Ingolstadt · Stadtweit · Mittwoch, 19. August 2026

Ein Stadtratsantrag fordert Gespräche mit Anbietern autonomer Fahrdienste. „Kein Ersatz für den Bus“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Außerdem: der Jahresbericht der städtischen Museen.

Robotaxis: „Ingolstadt darf bei der Mobilität der Zukunft nicht Zuschauer sein“

Sollen künftig fahrerlose Taxis durch Ingolstadt fahren? Die CSU-Stadtratsfraktion will das prüfen lassen. Mit einem Stadtratsantrag fordert sie die Stadt auf, frühzeitig Gespräche mit Anbietern autonomer Fahrdienste aufzunehmen und Ingolstadt für Level-4- Fahrzeuge ins Spiel zu bringen.

„Wenn autonome Fahrdienste jetzt in Bayern Realität werden, müssen wir frühzeitig am Tisch sitzen und klären, was davon auch bei uns möglich ist“, sagt Fraktionsvorsitzender Christopher Hofmann. Im Blick hat die CSU vor allem die Robotaxi-Projekte in München.

Bemerkenswert ist, wie zurückhaltend die Begründung ausfällt. Hofmann sagt ausdrücklich: „Ein Robotaxi ist für uns kein Ersatz für den Bus oder das Taxi.“ Es könne dort ergänzen, wo die klassische Personenbeförderung an ihre Grenzen stößt — „bei der ersten und letzten Meile, in Randzeiten oder bei der Anbindung von Stadtteilen und Gewerbegebieten“.

Das ist die Stelle, an der es für Menschen konkret wird, die abends aus einem Gewerbegebiet nach Hause müssen und feststellen, dass der letzte Bus weg ist.

Geprüft werden sollen die rechtlichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen; die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft soll einbezogen werden, dazu die zuständigen Behörden von Freistaat und Bund. Der frühere Oberbürgermeister und CSU-Stadtrat Dr. Christian Lösel nennt es eine langfristige Weichenstellung: „Ingolstadt ist Automobilstadt und Technologiestandort. Wir sollten neue Mobilität nicht erst diskutieren, wenn sie in anderen Städten längst Alltag geworden ist.“

Was hier beantragt ist, ist eine Prüfung — kein Fahrzeug.

„Darunter sind auch einige Perlen“

Kulturreferent Marc Grandmontagne hat den Jahresbericht 2025 der städtischen Museen vorgestellt. Als Beispiele nennt er das Deutsche Medizinhistorische Museum mit einer der größten medizinhistorischen Sammlungen Deutschlands und das Museum für Konkrete Kunst — das einzige Museum in Deutschland, das sich ausschließlich dieser Kunstform widmet.

Der Bericht dokumentiert Ausstellungen, museumspädagogische Formate und die Jubiläen des Jahres: 100 Jahre Alf Lechner, 30 Jahre Bauerngerätemuseum Hundszell, 20 Jahre UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes und 80 Jahre Kriegsende.

Und ein Satz darin ist der eigentliche Befund: Die Museen haben ihre Vorhaben trotz schwieriger Finanzlage verwirklicht — mit Drittmitteln, Spenden und Kooperationen. Genannt werden unter anderem die Ausstellungen „Mission 2030“ im Stadtmuseum und „Ansichtssache. Menschliche Präparate im Museum“ im Medizinhistorischen Museum.

Und außerdem

- 🧑‍💼 Marcus Hoffmann ist neuer Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Ober-/Unterhaunstadt. Er folgt auf Oberbürgermeister Michael Kern, der den Ortsvorsitz nach drei Wahlperioden abgegeben hat, „damit eine neue Person im Parteiamt vor Ort Verantwortung übernimmt“. Hoffmann gehört dem Bezirksausschuss Ingolstadt-Haunstadt an, ist Vorsitzender des örtlichen Pfarrgemeinderats und organisiert das Jugendzeltlager. Gewählt wurde er einstimmig. - 🚲 Ein 65-Jähriger ist am Montagmittag betrunken mit dem Fahrrad gestürzt und hat sich ein Bein gebrochen. Ein Alkoholtest ergab knapp zwei Promille.

Quellen: - in-direkt — CSU will Robotaxi-Anbieter nach Ingolstadt holen - Stadt Ingolstadt — Jahresbericht der Museen - in-direkt — Marcus Hoffmann ist neuer Ortsvorsitzender der Haunstädter CSU - in-direkt — Mit zwei Promille vom Fahrrad gestürzt: 65-Jähriger bricht sich Bein

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