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Rund 200 Ausbildungsplätze in der Stadt sind unbesetzt, und die Beratung dazu fährt auf einem Lastenrad

Ingolstadt · Stadtweit · Mittwoch, 26. August 2026

Die Jugendberufsagentur berät alle zwischen 15 und 25 offen und ohne Termin. Rund 100 junge Leute haben das dieses Jahr genutzt. Der Sozialbürgermeister zieht nach 100 Tagen Bilanz.

Kurz vor dem neuen Ausbildungsjahr steht eine Zahl im Raum, die man zweimal lesen muss: Im Stadtgebiet Ingolstadt sind derzeit rund 200 betriebliche Ausbildungsplätze unbesetzt.

Wer einen Schulabschluss hat und keinen Ausbildungsplatz, und wer ins letzte Schuljahr startet, kann sich an die Jugendberufsagentur (Jubag) wenden. Sie ist ein gemeinsames Angebot von Jobcenter, Amt für Jugend und Familie und Agentur für Arbeit und berät alle zwischen 15 und 25 Jahren.

Der Grund, warum es sie gibt, steht ungewöhnlich offen in der Mitteilung der Stadt: Die Unterstützungsmöglichkeiten der drei Partner seien vielfältig, wirkten aber manchmal unübersichtlich. Die Jubag ist also im Kern eine Stelle, die erklärt, wo man anfangen soll.

Ines Schachtschabel und Veronika Bischofberger machen diese Arbeit. Manche Leute kommen über Jahre wieder, manchen reichen ein oder zwei Kontakte. Meistens geht es um Bewerbungsunterlagen, um die Beantragung von Bafög oder schlicht um die Frage, bei welcher Stelle man mit seinem Problem überhaupt vorstellig wird. Rund 100 junge Männer und Frauen haben die Beratung in diesem Jahr genutzt, jährlich sind es etwa 150.

Die Beratung kommt hin, wo die Leute sind

Bemerkenswerter als das Angebot ist der Weg dorthin. Die Jubag ist mit Sprechstunden in zwei Jugendtreffs vor Ort, macht zu Jahresbeginn eine Tour durch alle Jugendtreffs und im Sommer eine Cocktailtour durch die offene Jugendarbeit, mit kostenlosen alkoholfreien Cocktails. Unterwegs ist sie dabei mit einem Lastenrad, das sich zum Beratungstisch umbauen lässt, und damit steht sie auch auf Stadtteilfesten oder als Pop-up-Stand in der Innenstadt.

Eine Behörde, die auf einem Fahrrad zum Jugendtreff fährt, statt einen Termin zu vergeben, hat verstanden, woran Beratung scheitert.

100 Tage De Lapuente

Sport- und Sozialbürgermeister Christian De Lapuente zieht nach gut 100 Tagen Bilanz. Im Mittelpunkt stehen nach dem Bericht von in-direkt die sozialen Herausforderungen, mehr Austausch mit den Vereinen und ein neuer Tag des Sports. Sein eigener Nenner dafür lautet: sparen, aber nicht am Zusammenhalt.

Und ein Leserbrief, der eine Frage stellt

Claudia Woderer schreibt in einem Leserbrief an in-direkt, sie beschäftige sich seit einiger Zeit intensiv mit dem autonomen Fahren und halte die Technologie gerade für Ingolstadt und die Region für eine große Chance. Ihre Frage im Titel ist knapp: Warum nicht Ingolstadt?

Sie ist in dieser Woche besonders naheliegend, weil in München gerade der erste europäische Testbetrieb mit Robotaxis angekündigt worden ist.

Quellen: - Stadt Ingolstadt — Praktische Hilfe - in-direkt — 100 Tage De Lapuente: Sparen, aber nicht am Zusammenhalt - in-direkt — Warum nicht Ingolstadt?

Quellen