Sehr Lokal · München

Der Oberbürgermeister fordert Drogenkonsumräume und sagt, der Freistaat blockiere

München · Stadtweit · Mittwoch, 26. August 2026

Vor zwei Wochen haben wir hier erklärt, warum es in München keinen Konsumraum gibt. Jetzt bezieht Dominik Krause Position und benennt einen Gegner. Außerdem: Waymo testet hier Robotaxis, und zwei Zeitungen haben denselben Konzertabend sehr verschieden gehört.

Am 11. August stand an dieser Stelle die Antwort auf die Frage, warum es in München keinen Drogenkonsumraum gibt. Sie war acht Jahre alt und sie war eine Verwaltungsauskunft. Jetzt gibt es dazu eine politische Aussage.

Oberbürgermeister Dominik Krause fordert im Interview mit der Abendzeitung Drogenkonsumräume für München und sagt, die Staatsregierung stelle sich quer. Das ist insofern eine Nachricht, als bisher vor allem eine Rechtslage referiert wurde und niemand einen Adressaten benannt hat. Jetzt ist einer benannt.

Weitere Themen des Gesprächs sind der Frust über Baustellen, die zugesagten 50.000 Wohnungen, die Zukunft des Gasteigs und Münchens Olympia-Pläne.

Waymo testet Robotaxis in München

Der Google-Schwesterkonzern Waymo beginnt in München einen Testbetrieb mit selbstfahrenden Taxis. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung ist München die erste Stadt auf dem europäischen Festland, in der das Unternehmen den Betrieb aufnimmt; in mehreren großen US-Städten fahren die Fahrzeuge bereits.

Zwei Kritiken, ein Abend, zwei verschiedene Konzerte

Am 25. August stand hier eine Überschrift, die lautete: 13.000 Menschen auf dem Königsplatz, und sie trugen Nick Cave auf Händen. Diese Formulierung stammte aus der Besprechung der Süddeutschen Zeitung, die von einem Abend der Nähe schrieb.

Die Abendzeitung war beim selben Konzert und hat etwas anderes gehört. Sie beschreibt das Open-Air als deutlich düsterer und weniger euphorisch, gerade im Vergleich zum kurz zuvor gefeierten Auftritt in der Olympiahalle.

Das ist kein Widerspruch über Tatsachen, sondern über Wertungen, und beide Fassungen sind zulässig. Wir schreiben es trotzdem hin, aus einem Grund, der uns selbst betrifft: Unsere Überschrift vom 25. August hat die Wertung einer Zeitung übernommen und wie eine Beschreibung des Abends aussehen lassen. Ein Urteil bleibt auch dann ein Urteil, wenn es gedruckt war.

Aufgefallen ist das nur, weil research die zweite Besprechung nicht stillschweigend als Dublette weggeworfen, sondern den Widerspruch ans Item geschrieben hat.

Der Baumentscheid geht in den Endspurt

Stefanie Günther und Joseph Coenen werben in der Schlussphase ihres Baumentscheids um jede Unterschrift. Ihr Argument ist, dass es jetzt Druck brauche, damit sich beim Hitzeschutz etwas bewegt. Zu den kursierenden Baumzahlen sei angemerkt, dass sie je nach Urheber und Datum weit auseinandergehen; die Initiative selbst nennt in ihrem Begehrenstext keine.

Der Isar geht es schlecht

Badende, Floßfahrten und vor allem Mikromüll setzen der Isar zu. Angler beobachten nach dem Bericht der Abendzeitung erhebliche Folgen, von Plastik im Wasser bis zu toten Fischen. Die Formulierung, die der Bericht wählt, ist die einer Verkehrsader: Die Isar werde zur Autobahn.

Was die orangegrauen Kästen sind

Wer sie überall in der Stadt gesehen und sich gefragt hat, was sie messen: Es sind Geophone, und sie gehören zu einem großen Forschungsprojekt in und um München.

Nach fast 41 Jahren macht das Romina's zu

Lenka Timmermann gibt ihr Wirtshaus Romina's in der Garmischer Straße auf, nach fast 41 Jahren. Stammgäste reisen von weit her an, um sich zu verabschieden, und zwar nicht nur vom Lokal.

Ein Wirtshaus, das 41 Jahre von derselben Person geführt wird, ist kein Betrieb, sondern eine Biografie. Es gibt in München Leute, die dort als Studenten anfingen und jetzt mit ihren Enkeln kommen.

Und sonst

Der Aufbau auf der Theresienwiese ist beim nächsten Schritt: Die Außenaufbauten der Festzelte stehen, jetzt kommen die großen Fahrgeschäfte. Felix Leibrock ist Antiquar, Krimi-Autor, Theologe und Polizeiseelsorger bei Bayern-Spielen. Das Münchner Unternehmen Celonis ist Marktführer im Process Mining und optimiert Arbeitsabläufe unter anderem für die Stadt München. Die Opera Incognita spielt Szymanowskis „König Roger" im Ägyptischen Museum. Und im Nordwesten liegt mit dem Kapuzinerhölzl ein Wäldchen mit Stieleichen auf mageren Wiesen, das deutlich weniger bekannt ist als der Nymphenburger Schlosspark.

Quellen: - Abendzeitung München — Münchens OB Krause fordert Drogenkonsumräume: "Staatsregierung stellt sich quer" - Süddeutsche Zeitung — Google-Schwesterkonzern Waymo: Testbetrieb mit Robotaxis startet in München - Abendzeitung München — Nick Cave: Statt Halle‑Ekstase ein düsteres Konzert am Königsplatz - Süddeutsche Zeitung — Münchner Baumentscheid: „Je früher wir pflanzen, desto mehr Hitzeschutz haben wir in Zukunft“ - Abendzeitung München — "Die Isar wird zur Autobahn": Warum Münchens Fische immer stärker leiden - Abendzeitung München — Vielerorts in München zu sehen: Was sind das für Boxen in den Straßen? - Abendzeitung München — Nach fast 41 Jahren: Münchner Kult-Wirtin gibt Wirtshaus auf - tz München — Oktoberfest-Aufbau in München: Wichtiger Schritt erreicht – nun folgen beliebte Attraktionen - Abendzeitung München — "Welches Trikot trägt der Fußballgott?": Wie dieser Pfarrer zum Stadion-Seelsorger wurde - Abendzeitung München — Milliarden-Start-up aus München: Anfangs wollte niemand investieren - Süddeutsche Zeitung — Die Opera incognita mit „König Roger“: Oper zwischen Mumien und Hieroglyphen - Abendzeitung München — Verwunschen zwischen alten Eichen: Münchens geheimes Naturparadies - Abendzeitung München — München Beats: 30 Jahre Kunstpark Ost – eine Fotoreportage

Quellen