In der Laimer Röhre gilt jetzt Schritttempo, und es steht auch auf dem Boden
Laim · Donnerstag, 27. August 2026
Ein Runder Tisch hat sich auf Schilder und Markierungen geeinigt, weil die bauliche Trennung erst Ende 2028 kommt. Nebenbei sind 125 herrenlose Fahrräder aus dem Tunnel verschwunden.
In der Laimer Unterführung ist zu wenig Platz für alle, die durchwollen, und das bleibt noch gut zwei Jahre so. Eine bauliche Trennung von Fuß- und Radverkehr ist erst mit der sogenannten Umweltverbundröhre möglich, und die wird voraussichtlich Ende 2028 fertig. So lange wollte niemand warten.
Also haben sich Mobilitätsreferat, Baureferat, Behindertenbeirat und Polizei an einem Runden Tisch Laimer Röhre zusammengesetzt. Seit dieser Woche wird das Ergebnis umgesetzt, und zwar bewusst in den Ferien, weil dann weniger los ist.
Was sich ändert, ist unspektakulär und genau deshalb bemerkenswert: Schilder und Farbe. Vor beiden Tunneleingängen kündigen Zusätze an, in wie vielen Metern der Radweg endet, auf der Nordseite bei 25 und 40 Metern, auf der Südseite bei 20. Am Nordeingang und im Lichthof hängt ein „Schrittfahren“-Schild auf neongelbem Grund. An beiden Portalen steht der Zusatz „Schrittfahren max. 5-7 km/h“. Auf dem Boden kommen Schrägmarkierungen über die volle Breite dazu, weiße Linien entlang der abgestellten Räder sowie der Schriftzug „Schritttempo“ mit Fußgänger- und Fahrradpiktogrammen.
Die Rechtslage war schon vorher so
Das ist der Punkt, den die Stadt betont: Die Unterführung ist rechtlich ein Gehweg mit dem Zusatzzeichen „Radverkehr frei“. Radfahrende sind dort zu Gast, müssen Rücksicht nehmen und dürfen höchstens 7 km/h fahren. Die neuen Schilder erfinden keine Regel, sie schreiben eine hin, die viele nicht kannten. In den kommenden Wochen kommen Banner an den Tunneleingängen dazu, die Kampagne „Miteinander unterwegs mit Herz“ wird fortgesetzt.
125 Räder waren einfach da
Nebenbei hat die P+R Park & Ride GmbH im Juli im Tunnel aufgeräumt und dabei 125 mutmaßlich aufgegebene Fahrräder und ein Schrottrad entfernt. Wer sich je gefragt hat, warum die Abstellanlagen immer voll wirken: Ein guter Teil davon fuhr schon lange niemand mehr.
Und im ASZ Laim übt man U-Bahn-Fahren
Am Mittwoch, 2. September, gibt es im Alten- und Service-Zentrum Laim am Kiem-Pauli-Weg 22 von 14.30 bis 16.30 Uhr ein kostenloses Fahrgasttraining der MVG. Es geht um Sicherheit und Service in der U-Bahn.
Quellen: - Rathaus-Umschau (Amtsblatt der Stadt München) — Mit dem Rad und zu Fuß sicherer durch die Laimer Unterführung - Wochenanzeiger Laim — Sicher mit der U-Bahn unterwegs
Quellen