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Die Tram-Westtangente ist auf ganzer Strecke genehmigt, und ein Fonds für Schulausflüge kommt nicht

München · Stadtweit · Donnerstag, 27. August 2026

Für den zweiten Abschnitt vom Waldfriedhof bis zur Aidenbachstraße liegt der Planfeststellungsbeschluss vor. Im Rathaus fällt eine kleine Idee der Haushaltslage zum Opfer, und der Grund dafür ist es wert, genau gelesen zu werden.

Die Tram-Westtangente hat jetzt für ihre gesamte Strecke die Genehmigungen. Die Stadtwerke München haben von der Regierung von Oberbayern den Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Abschnitt erhalten, der vom Waldfriedhof bis zur Aidenbachstraße reicht. Der erste Abschnitt, vom Romanplatz bis zur Wendeschleife am Waldfriedhof, war bereits am 4. September 2023 genehmigt worden.

Die fertige Strecke wird fünf Stadtbezirke im Münchner Westen verbinden. Ein Stück davon fährt schon: Die Tramlinie 14 verkehrt auf einem Abschnitt der künftigen Westtangente. Wir hatten am 25. August über die Vorarbeiten in der Boschetsrieder Straße berichtet; das hier ist die Ebene darüber, nämlich die Erlaubnis, überhaupt zu bauen.

Kein Fonds für Schulausflüge, und die Begründung hat zwei Teile

Die Stadtratsmitglieder Marie Burneleit, Stefan Jagel, Thomas Lechner und Brigitte Wolf (Die Linke / Die Partei) hatten im Juli 2025 beantragt, einen Fonds zur Zwischenfinanzierung von Schulausflügen einzurichten. Gemeint sind Familien, die den Beitrag für eine Fahrt kurzfristig vorstrecken müssen.

Stadtschulrat Florian Kraus antwortet, die Idee werde grundsätzlich begrüßt, eine Umsetzung sei aber auch zum Schuljahr 2026/2027 nicht realisierbar. Der Grund ist die Haushaltslage, und er wird ungewöhnlich konkret benannt: Eine Ausweitung freiwilliger Leistungen ginge zulasten anderer, die es schon gibt, etwa Essensgeldzuschüsse, Ermäßigungen auf Ferienangebote oder Unterstützung bei Vereinsbeiträgen und Sportausrüstung.

Der zweite Teil der Antwort ist der interessantere. Familien im Bildungs- und Teilhabepaket bekommen die vollen Kosten von Fahrten und Tagesexkursionen erstattet. Vorstrecken müsste eine Familie nach Kenntnisstand des Referats nur dann, wenn der Antrag im Sozialbürgerhaus zu spät gestellt wurde, und die Schulen akzeptierten in der Regel auch verspätete Zahlungen. An den städtischen allgemeinbildenden Schulen sei kein einziger Fall bekannt, in dem ein Kind deswegen nicht mitfahren konnte. Zu den staatlichen Schulen lägen keine Daten vor.

Genau dort liegt die Lücke: Der Antrag ist mit dem Hinweis abgeräumt, dass das Problem an den städtischen Schulen nicht auftritt, und über die staatlichen weiß das Referat nichts.

Waymo will hier fahrerlose Taxis testen

Die amerikanische Firma Waymo hat angekündigt, in München einen autonomen Fahrdienst zu erproben. Es wäre der erste Standort in Europa. Mehr als die Ankündigung liegt bislang nicht vor.

Und sonst in der Stadt

Ein Ehepaar aus Rumänien, das unter dem Verdacht steht, einen Mann in München zu einer Organspende gezwungen zu haben, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Nach Darstellung der Süddeutschen Zeitung hat das mutmaßliche Opfer seine Aussage abgeschwächt. Ein Ermittlungsverfahren ist damit nicht beendet, und eine Entlassung aus der Haft ist keine Feststellung, dass nichts war.

Die ÖDP beantragt im Stadtrat, den Einsatz von Klimasteinen zu prüfen. Die Steine speichern Regenwasser und kühlen Flächen bei Hitze.

Zwei Vereine bringen ein Modellprojekt nach München, das Fahrgäste in der Trambahn ins Gespräch bringen soll, also genau die Leute, die sonst anonym nebeneinandersitzen.

Tanja Krainhöfer und Patrik Thomas sind zehn Tage lang mit einem mobilen Kino in verschiedenen Stadtteilen unterwegs und zeigen Filme aus München. Das Ziel ist ausdrücklich nicht das Kino, sondern die Nachbarschaft davor.

Auf dem Großmarkt steht Karl Huczala jeden Tag um zwei Uhr auf und sucht die Ware für seinen Stand am Elisabethmarkt aus. Die Abendzeitung war dabei.

Beim Kardiologenkongress ESC sind 33.000 Fachleute in der Stadt. In der Pinakothek der Moderne ist die Amerikanerin Dana Schutz als Zeichnerin zu entdecken. Und der Verlag officin albis pflegt weiter den Buchdruck mit Bleilettern.

Praktisches fürs Wochenende

Auf der Bahnstrecke München–Zürich fallen wegen Bauarbeiten tagelang Fernzüge aus, es gibt Ersatzverkehr. Auf der S2 entfallen wochenlang alle Züge zwischen Markt Schwaben und Erding, auch dort fahren Busse. Der Autobahnring A99 wird vom 20. bis 23. November in beiden Richtungen gesperrt, weil die alte Brücke über die B304 abgebrochen wird.

Und in den Biergärten im Landkreis wehren sich die Wirte gegen die Wespen, mit Kaffeesatz, Sprühflaschen und gestrichenen Speisen.

Quellen: - Rathaus-Umschau (Amtsblatt der Stadt München) — Tram-Westtangente: Planfeststellungsbeschluss für gesamte Strecke liegt vor - Rathaus-Umschau (Amtsblatt der Stadt München) — Fonds zur Zwischenfinanzierung von Schulausflügen einrichten - tz München — München soll bald fahrerlose Taxis bekommen – als erster Standort in Europa - Süddeutsche Zeitung — Staatsanwaltschaft München: Nierenspende erzwungen? Ehepaar wieder frei - tz München — Bis zu zwölf Grad kühler: Neue Maßnahme gegen Hitze in München gefordert - Süddeutsche Zeitung — Modellprojekt kommt nach München: Wie sich Demokratie in der Trambahn stärken lässt - Süddeutsche Zeitung — Open-Air-Veranstaltung: Kino vor der Haustür - Abendzeitung München — Großmarkt München: Warum Obsthändler Karl Huczala jeden Tag um 2 Uhr aufsteht - tz München — München: 33.000 Herz-Profis beim ESC – KI gehört zur Medizinzukunft - Süddeutsche Zeitung — Dana Schutz in München: Die Entdeckung einer virtuosen Zeichnerin - Süddeutsche Zeitung — Pflege eines alten Handwerks: Aus Liebe zum Buchdruck - tz München — Gravierende Einschränkungen auf Bahnstrecke nach München – Fernzüge fallen tagelang aus - tz München — Strecke nach Erding wochenlang gesperrt – S-Bahn-Einschränkungen in der Region München - tz München — A99 bei München: Autobahnring für drei Tage voll gesperrt - tz München — Wespen-Plage trifft Biergärten bei München: Wirte ergreifen Maßnahmen – „Gefühlt schlimmer geworden“

Quellen