Eine Softair-Waffe an der Denninger Straße, und ein Großaufgebot, das das nicht wissen konnte
Bogenhausen · Denning · Sonntag, 30. August 2026
An der Denninger Straße hantierte ein Mann mit etwas, das aussah wie eine Pistole. Passanten riefen den Notruf. Was er in der Hand hielt, war eine Softair-Waffe.
Am Freitag, 28. August, gegen 21.30 Uhr sahen mehrere Passanten an der Denninger Straße einen Mann, der in einer Tiefgarage und auf dem Gehweg davor mit einem schwarzen, schusswaffenähnlichen Gegenstand hantierte. Sie wählten den Notruf. Zahlreiche Streifen rückten aus; die Abendzeitung berichtet von bis zu fünfzig eingesetzten Beamten.
Der Gegenstand war eine Softair-Waffe. Nach Angaben der Polizei erweckte sie nach Form und Erscheinungsbild den Anschein einer echten Feuerwaffe — und genau das ist der Punkt, an dem dieser Abend kippt. Für die Menschen, die vom Gehweg aus den Notruf wählten, war nicht erkennbar, dass sie es nicht war. Für die Streifen, die anfuhren, auch nicht.
Am Ort traf der Mann nach Darstellung der Polizei auf einen Passanten und forderte ihn wiederholt auf, ihm seine Zigarette zu geben; dabei soll er mit dem Gegenstand auf den Boden vor dessen Füßen gezielt haben. Kurz darauf nahmen ihn die Beamten vorläufig fest. Bei der Festnahme warf er die Waffe weg, sie wurde sichergestellt.
Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten schweren Raubes und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das Kommissariat 21 ermittelt weiter.
Untersuchungshaft ist keine Feststellung von Schuld.
Warum das hier so ausführlich steht: Wer am Freitagabend an der Denninger Straße die Streifen gesehen hat, hat sich seither etwas zusammengereimt. Das hier ist, was belegt ist.
Quellen: - Polizeipräsidium München — Größerer Polizeieinsatz – Bogenhausen
Quellen