Die Stadt hat den Spielplatz am Käthe-Bauer-Weg gesperrt, und warum die Ratten kamen, weiß sie nicht
Laim · Donnerstag, 3. September 2026
KI-erzeugter Text · Verantwortlich: Erich Lehmann Wie das funktioniert
Das Baureferat antwortet auf eine CSU-Anfrage. Ein Zusammenhang mit der Tram-Westtangente lässt sich weder bestätigen noch bestreiten.
Wer im Juni mit Kindern an den Käthe-Bauer-Weg wollte, stand vor einer Absperrung. Jetzt liegt die Antwort der Stadt vor, und sie ist ehrlicher, als man es erwarten würde.
Gemeldet wurde der Rattenbefall am 3. Juni. Noch am selben Tag bestätigte eine Begehung des Gesundheitsreferats den Befund, das Baureferat sperrte den östlichen der beiden Spielplätze in der Grünanlage und beauftragte eine Fachfirma. Der westliche Spielplatz und die übrige Anlage blieben durchgehend offen.
Die CSU-Stadträtinnen Alexandra Gaßmann, Evelyne Menges und Antonia Waldner hatten gefragt, ob Vermüllung oder Baustellen schuld seien. Die Antwort auf beides ist bemerkenswert unaufgeregt.
Zur Vermüllung: Das Baureferat hat keine besonders starke Vermüllung festgestellt, es lagen auch keine Beschwerden vor. Die Anlage wird zweimal wöchentlich gereinigt.
Zur Tram-Westtangente: Das Gesundheitsreferat sagt, es könne einen Zusammenhang „nicht seriös“ beantworten. Ratten seien Kulturfolger, ihre Ausbreitung schwer kontrollierbar, und belastbare Erkenntnisse darüber, ob vorher im Areal Befall herrschte, lägen nicht vor. Beim Brückenabriss an der Fürstenrieder Straße fällt die Meldung zeitlich in den Anfang der Bauarbeiten, aber auch dort heißt es: weder bestätigen noch bestreiten.
Das ist keine Ausrede, das ist der ehrliche Stand. Und die Aufzählung, die das Gesundheitsreferat dann liefert, ist die eigentliche Auskunft: Ratten sind in München regelmäßig an den Bahnhöfen zu finden, im Bereich innerhalb des Altstadtrings, in den Parkanlagen, an der Isar und an fast allen Stadtgewässern, auf Campingplätzen, an der Allianz-Arena und im Euro-Industriepark. Es ist keine Laimer Besonderheit. Es ist eine Stadt.
Was die Stadt gegen künftige Sperrungen tun will, steht auch da, und es ist wenig: weiter regelmäßig reinigen, Müll beseitigen, im Rahmen der verfügbaren Mittel.
Wie die Eisenbahner sich in Laim ihre Wohnungen selbst bauten
Als Laim zum Bahn-, Industrie- und Gewerbestandort wurde, wurde der Wohnraum knapp. Was daraufhin passierte, ist die Vorgeschichte vieler Laimer Straßen: Die Eisenbahner organisierten den Bau von Wohnkolonien selbst.
Man kann das als Anekdote lesen oder als das, was es war. Leute, die an einem Ort arbeiteten, an dem es keine Wohnungen für sie gab, haben sich zusammengetan und welche gebaut. Die Laimer „Colonien“ stehen zum Teil bis heute.
Quellen: - Rathaus-Umschau (Amtsblatt der Stadt München) — Rattenbefall in München - Süddeutsche Zeitung — Geschichte der Laimer „Colonien“: Die rettende Idee der Eisenbahner
Quellen