Sehr Lokal · Gauting

Seit vierzig Jahren macht dieser Mann Kino im Umland, und die Filmförderung will er zerschlagen

Gauting · Stadtweit · Freitag, 4. September 2026

KI-erzeugter Text · Verantwortlich: Erich Lehmann Wie das funktioniert

Matthias Helwig übernahm mit 25 ein Kino in Gilching, eher zufällig. Heute gehören Gauting, Starnberg und Seefeld zum Breitwand-Verbund.

Wer in Gauting ins Kino geht, geht in das Lebenswerk eines Mannes, der eigentlich Filme machen wollte.

Matthias Helwig betreibt seit 40 Jahren die Breitwand-Kinos im Münchner Umland. Als Student an der Filmhochschule übernahm er mit 25 Jahren ein Kino in Gilching, nach eigener Darstellung eher zufällig. Daraus wurde eines der profiliertesten Programmkinos Bayerns.

Als das Gilchinger Kino 1998 einem Neubau und einem Mainstreamkino weichen musste, hörte er nicht auf, sondern legte erst richtig los: Ein Jahr später eröffnete das Breitwand in Herrsching, im selben Jahr kam der Kinosaal im Schloss Seefeld dazu, kurz darauf das Kino in Starnberg. Heute gehören Gauting, Starnberg und Seefeld zum Verbund.

Aus seiner Vorliebe für Filme, die im normalen Kinobetrieb kaum eine Chance haben, entstand 2007 das Fünf Seen Filmfestival. Bei der 20. Ausgabe vom 3. bis 13. September 2026 laufen mehr als 150 Filme auf 14 Leinwänden in Starnberg, Gauting, Seefeld und Weßling. Das Festival läuft also gerade.

Im Gespräch mit Mucbook sagt Helwig, warum er an die Zukunft des Kinos glaubt, warum er die deutsche Filmförderung am liebsten „zerschlagen" würde und warum ein Kinosaal in Zeiten permanenter Reizüberflutung vielleicht gerade wieder wichtiger wird.

Das letzte Argument ist das interessanteste, und man muss kein Cineast sein, um es zu verstehen. Ein Kinosaal ist inzwischen einer der wenigen Orte, an denen man zwei Stunden lang nicht weiterwischen kann.

Quellen: - Mucbook, „Zerschlagt diese Filmförderung“ – Gespräch mit dem lebenslangen Kino-Rebell Matthias Helwig

Quellen