Zwei Nachbarn holten einen Mann aus dem brennenden Keller, und in Haidhausen kam der falsche Polizist an die Tür
Ramersdorf · Haidhausen · Freitag, 4. September 2026
KI-erzeugter Text · Verantwortlich: Erich Lehmann Wie das funktioniert
An der Rosenheimer Straße ging es um Minuten. Ein paar Straßen weiter verlor eine Frau über 80 ihren Schmuck an einen Anrufer.
Zwei Anwohner an der Rosenheimer Straße hörten Hilfeschreie aus dem Keller und gingen hinunter, bevor irgendjemand sonst da war.
Am Mittwoch, 2. September, gegen 19.10 Uhr nahmen zwei Bewohner eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses in Ramersdorf Rufe und Rauchgeruch wahr. Sie setzten einen Notruf ab und liefen in den Keller. Dort fanden sie ein versperrtes Kellerabteil, in dem Flammen zu sehen waren und in dem ein Mann um Hilfe rief. Der Eingangsbereich war von innen verbarrikadiert. Die beiden bekamen ihn auf und begannen, mit einem Wasserschlauch zu löschen, noch bevor Feuerwehr und Polizei eintrafen.
Die Feuerwehr rückte um 19.14 Uhr aus; als erstes Löschfahrzeug traf das neu in Dienst gestellte Vorauslöschfahrzeug ein und fand bereits Rauch aus dem Haus austreten. Die Einsatzkräfte holten einen Mann aus dem brandbeschädigten Kellerabteil ins Freie, bekämpften die Flammen und entrauchten das Gebäude; alle Wohnungen wurden kontrolliert.
Der Gerettete kam mit Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung in eine Münchner Klinik, eine Bewohnerin erlitt ebenfalls eine Rauchgasvergiftung und kam in ein Krankenhaus. Die übrigen Anwohner konnten in ihren Wohnungen bleiben. Der Sachschaden liegt nach Angaben der Polizei bei mehreren tausend Euro.
Ein Brandfahnder des Kommissariats 13 übernahm die Ermittlungen. Nach Angaben der Polizei ergaben sich Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung; angezeigt wurde der Mann, der aus dem Keller gerettet worden war. Über den weiteren Umgang mit ihm sollte am Donnerstag ein Ermittlungsrichter entscheiden.
Eine Anzeige ist keine Feststellung von Schuld.
Was von diesem Einsatz bleibt, ist trotzdem der Anfang: Zwei Leute hören Schreie im eigenen Haus, gehen in einen verrauchten Keller und brechen eine verbarrikadierte Tür auf. Ohne sie wäre der Mann in dem Abteil geblieben.
Eine Frau über 80 hat am Mittwoch ihren Goldschmuck an einen Mann übergeben, der gar nicht von der Polizei kam.
Am Mittwoch, 2. September, zwischen 12.10 und 13.10 Uhr rief eine bislang unbekannte Täterin bei ihr an, gab sich als Polizeibeamtin aus und kündigte an, ein Kollege werde vorbeikommen, um den Goldschmuck zu sichern. Kurz darauf übergab die Frau an ihrer Wohnungstür Schmuck im mittleren vierstelligen Bereich. Der Abholer durchsuchte anschließend noch die Wohnung und flüchtete.
Das Kommissariat 61 ermittelt und beschreibt den Abholer als männlich, etwa 40 Jahre alt, rund 200 Zentimeter groß, schlank, mit kurzen Haaren, langer Hose und langer, vermutlich grauer Jacke. Wer im Zeitraum im Bereich Orleansstraße, Ostbahnhof, Kirchenstraße und Rosenheimer Straße etwas bemerkt hat, soll sich unter 089 2910-0 melden.
Die Polizei hängt an solche Meldungen immer denselben Satz, und er ist der Grund, warum wir sie überhaupt bringen: Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten. Niemanden Unbekannten in die Wohnung lassen, und bei geringsten Zweifeln die 110 anrufen.
Diese Masche zielt genau auf die Menschen, die noch ans Telefon gehen, wenn es klingelt. Wer ältere Nachbarn hat, kann diesen Absatz weitergeben. Das ist wirksamer als jede Warnung, die nur in der Zeitung steht.
Quellen: - Polizeipräsidium München
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