„Er war auf Vernichtung aus“ — heute fällt das Urteil im Seidlstraßen-Prozess
Maxvorstadt · Donnerstag, 6. August 2026
Nach 33 Verhandlungstagen entscheidet das Gericht heute über Farhad N. Und die Polizei hat gestern ihr Lagebild vorgelegt: 711 verletzte Beamte im vergangenen Jahr, knapp zwei pro Tag.
Heute, Donnerstag, fällt das Urteil im Prozess um den Anschlag in der Seidlstraße. 33 Verhandlungstage liegen dahinter. Die Bundesanwaltschaft fordert lebenslange Haft gegen Farhad N. (25) — wegen zweifachen Mordes und 22-fachen versuchten Mordes. Der Satz „Er war auf Vernichtung aus“ stammt aus der Verhandlung, nicht aus dem Urteil: Was das Gericht daraus macht, ist bis zur Verkündung offen.
711 verletzte Beamte
Polizeipräsident Hampel hat gestern das Lagebild „Gewalt gegen Polizeibeamte 2025“ vorgestellt. Die Zahlen: 1.352 Fälle, ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber 2024. 711 Beamtinnen und Beamte wurden dabei verletzt — 60 Prozent mehr als 2016. Rechnerisch sind das knapp zwei verletzte Polizisten pro Tag im Zuständigkeitsbereich München.
Bemerkenswert ist der Abstand zwischen den beiden Zahlen: Die Zahl der Fälle steht praktisch still, die Zahl der Verletzten ist über zehn Jahre um drei Fünftel gestiegen. Eine Erklärung dafür liefert die Pressemitteilung nicht.
Ein Antrag von 2025, beantwortet im August 2026
Zum Kunstareal liegt seit gestern die Antwort des Mobilitätsreferats auf einen Antrag der ÖDP/München-Liste vor — gestellt am 6. Mai 2025. Sie beginnt mit einer Entschuldigung dafür, dass bisher keine Rückmeldung kam. Inhaltlich zählt Mobilitätsreferent Georg Dunkel auf, was für zu Fuß Gehende seit 2017 besser geworden ist: die dauerhaft gewordenen Pop-up-Radwege in Theresien- und Gabelsbergerstraße, die weniger Radverkehr auf die Gehbahnen drücken; barrierefreie Knotenpunkte und Blindenleitsysteme rund um den Maximiliansplatz; abgesenkte Übergänge und Bodenindikatoren an den Bushaltestellen am Oskar-von-Miller-Ring und in der Ludwigstraße. In der Karlstraße und der Ottostraße wurden 2025 die baulichen Radwege zurückgebaut — der gewonnene Platz ging an den Fußverkehr. Die Schellingstraße ist inzwischen durchgehend Tempo 30.
Die Augustenstraße zwischen Görres- und Brienner Straße wird noch bis 2028 umgebaut, mit breiteren Gehbahnen und barrierefreien Querungen — wichtig auch deshalb, weil der U-Bahnhof Theresienstraße für einige Museen die nächstgelegene Haltestelle ist.
Quellen: - tz München — „Er war auf Vernichtung aus“: Urteil gegen Attentäter aus der Seidlstraße steht bevor - Münchner Merkur — „Er war auf Vernichtung aus“: Urteil gegen Attentäter aus der Seidlstraße steht bevor – „War kein Versehen“ - Polizeipräsidium München — Polizeipräsidium München legt Lagebild „Gewalt gegen Polizeibeamte 2025“ vor: 1.352 Fälle, 711 verletzte Beamte - tz München — Gewalt gegen Polizisten: Fallzahlen steigen – jeden Tag werden zwei Beamte in München verletzt - tz München — Nahezu zwei verletzte Polizisten täglich: München verzeichnet deutlichen Anstieg bei Gewalt gegen Einsatzkräfte - Münchner Merkur — Gewalt gegen Polizisten: Fallzahlen steigen – jeden Tag werden zwei Beamte in München verletzt - Süddeutsche Zeitung — München — Gewalt gegen Münchner Beamte: Immer mehr Polizisten werden im Dienst verletzt - Rathaus-Umschau — Fußverkehrsplanungen Kunstareal
Quellen
- „Er war auf Vernichtung aus“: Urteil gegen Attentäter aus der Seidlstraße steht bevor
- „Er war auf Vernichtung aus“: Urteil gegen Attentäter aus der Seidlstraße steht bevor – „War kein Versehen“
- Polizeipräsidium München legt Lagebild „Gewalt gegen Polizeibeamte 2025“ vor: 1.352 Fälle, 711 verletzte Beamte
- Gewalt gegen Polizisten: Fallzahlen steigen – jeden Tag werden zwei Beamte in München verletzt
- Nahezu zwei verletzte Polizisten täglich: München verzeichnet deutlichen Anstieg bei Gewalt gegen Einsatzkräfte
- Gewalt gegen Polizisten: Fallzahlen steigen – jeden Tag werden zwei Beamte in München verletzt
- Gewalt gegen Münchner Beamte: Immer mehr Polizisten werden im Dienst verletzt
- Fußverkehrsplanungen Kunstareal