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Sie hat am Bahnsteig auf den Knopf gedrückt — 14 Stunden später war er gefasst

Ludwigsvorstadt · Dienstag, 11. August 2026

Eine Frau schlief am Gleis 14/15 des Hauptbahnhofs, als sie belästigt wurde. Sie alarmierte die Bundespolizei über die Notrufsäule; das Video vom Bahnsteig bestätigte ihre Schilderung.

In der Nacht auf Donnerstag, 6. August, gegen 2.15 Uhr meldete eine Frau der Einsatzleitstelle der Bundespolizei über die Notrufsäule am Hauptbahnhof eine sexuelle Belästigung. Sie hatte zuvor auf einer Sitzgelegenheit am Bahnsteig 14/15 geschlafen; ein Mann soll sie mehrfach unsittlich berührt haben. Sie machte ihm deutlich, dass er das lassen solle.

Dann kam der Teil, der zeigt, warum die Meldung wichtig war: Die Auswertung der Videoaufzeichnungen vom Bahnsteig bestätigte ihre Schilderung. Anhand der Aufnahmen und eines zurückliegenden Sachverhalts konnten die Beamten den zunächst unbekannten Tatverdächtigen identifizieren — und gegen 16.15 Uhr, rund 14 Stunden nach dem Anruf, erkannte ihn eine Streife im Hauptbahnhof wieder und nahm ihn fest. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde seine Vorführung beim Haftrichter für den 7. August angeordnet. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung; ein Verdacht ist keine Feststellung von Schuld.

Zum Merken: Seit Juli 2025 steht am Bahnsteigkopf der Gleise 22/23 eine barrierefreie Notrufsäule der Bundespolizei. Ein Knopfdruck stellt direkt die Verbindung zur Einsatzleitstelle her.

Und am Sonntag traf es einen, der im Dienst war

Am Sonntagnachmittag, 9. August, gegen 14.40 Uhr fiel in einer S-Bahn am Hauptbahnhof ein Mann durch lautstarkes Schreien auf; Mitreisende fühlten sich belästigt. Als der Prüfdienst der Deutschen Bahn ihn kontrollierte und er keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte, sollte er von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden — und griff dabei einem Zugbegleiter unvermittelt in den Intimbereich.

Der Bahnmitarbeiter musste seinen Dienst abbrechen. Das ist der Satz, der in solchen Meldungen meistens hinten steht und eigentlich nach vorne gehört: Wer die Fahrkarte kontrolliert, geht dafür nicht aus dem Haus. Der Mann wurde zur Dienststelle in der Denisstraße gebracht und nach Abschluss der Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt; die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung.

Quellen: - Bundespolizei München — Bundespolizeidirektion München: Notruf per Knopfdruck / Schnelle Festnahme nach sexueller Belästigung - Bundespolizei München — Bundespolizeidirektion München: Zugbegleiter sexuell belästigt

Quellen