Am Gleis 33 hat jemand geholfen, dessen Namen niemand kennt
Ludwigsvorstadt · Donnerstag, 13. August 2026
Ein Mann stürzte am Hauptbahnhof ins Gleisbett des Starnberger Flügelbahnhofs. Eine unbekannte Person zog ihn heraus, bevor die Polizei da war. Außerdem: zwei der ältesten U-Bahnhöfe der Stadt bekommen 220 Tonnen Beton.
Am Dienstag, 11. August, gegen 12.40 Uhr fiel am Münchner Hauptbahnhof ein Mann ohne äußere Einwirkung auf Gleis 33 am Starnberger Flügelbahnhof. Eine unbekannte Person half ihm aus dem Gefahrenbereich. Er blieb unverletzt.
Diese eine Zeile ist die eigentliche Nachricht. Wer es war, steht in keiner Meldung; die Person ist danach weitergegangen.
Bei der anschließenden Kontrolle verhielt sich der Mann nach Angaben der Bundespolizei zunehmend aggressiv. Die Beamten stellten eine Sehbehinderung fest und hielten ihn fest, um einen erneuten Sturz ins Gleis zu verhindern — dabei leistete er wiederholt massiven Widerstand, sodass weitere Streifen angefordert wurden. Einen Atemalkoholtest verweigerte er. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte er die Dienststelle verlassen; er muss sich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
2500 bar, dann 220 Tonnen: was gerade unter dem Goetheplatz passiert
Die Stadtwerke München sanieren mit dem Goetheplatz und der Poccistraße zwei der ältesten U-Bahnhöfe der Stadt. Jetzt sind die Zahlen dazu da, und sie sind ungewöhnlich anschaulich: Die Betonoberflächen wurden mit 2500 bar Hochdruck aufgeraut, anschließend wurden 220 Tonnen Spritzmörtel aufgetragen. Für die Arbeiten sind die Linien U3 und U6 im betroffenen Abschnitt gesperrt.
Die Sanierung läuft seit dem 18. Mai; die erste von drei Bauphasen dauert noch bis zum 18. September.
Quellen: - Bundespolizei München — Hauptbahnhof: Mann stürzt auf Gleis 33 und leistet danach Widerstand - tz — Goetheplatz und Poccistraße: 220 Tonnen Beton auf U-Bahnhöfe gespritzt
Quellen