Ein Jahr nach dem Versprechen von Söder und Reiter ist an der Dianabadschwelle nichts gebaut
Lehel · Mittwoch, 19. August 2026
Die zweite offizielle Surfwelle war im Sommer 2025 in Aussicht gestellt worden. Passiert ist bisher nichts. Im Nationalmuseum mischt derweil eine Künstlergenossenschaft die eigene Sammlung auf.
Es gibt Ankündigungen, die man am besten nach einem Jahr wieder aufruft.
Vor rund einem Jahr hatten Ministerpräsident Markus Söder und der damalige Oberbürgermeister Dieter Reiter eine zweite offizielle Surfwelle an der Dianabadschwelle in Aussicht gestellt. Gebaut wurde bislang nichts.
Die Süddeutsche Zeitung geht in ihrem Bericht den Gründen für die Verzögerung nach. Welche das sind, gibt unsere Quelle nicht her — der Bericht steht hinter der Schranke, und wir zitieren nicht, was wir nicht gelesen haben.
Was auch ohne die Gründe trägt: Zwischen einer Zusage von zwei Männern an einem Sommertag und einem Bauwerk im Eisbach liegt ein Jahr, in dem sich an der Schwelle nichts verändert hat. Wer im Lehel wohnt und dort täglich vorbeikommt, weiß das ohnehin — neu ist nur, dass es jetzt aufgeschrieben ist.
Kuckuckseier im Nationalmuseum
Im Bayerischen Nationalmuseum sucht die Neue Münchener Künstlergenossenschaft mit der Intervention „Kuckuckseier“ den Dialog mit den Werken der Sammlung.
Der Titel ist die ganze Idee: Etwas Fremdes wird in ein bestehendes Nest gelegt, und man merkt es erst, wenn man genau hinsieht. Für ein Haus, dessen Bestände über Jahrhunderte gewachsen sind, ist das die charmantere Form der Auseinandersetzung — man räumt nichts weg, man legt etwas dazu.
Quellen: - SZ München — Versprechen von Söder und Reiter: Warum aus Münchens zweiter offizieller Eisbachwelle bisher nichts wurde - SZ München — Bayerisches Nationalmuseum: Wie neue Kunst eine alte Sammlung aufmischt
Quellen