Polizeischüsse an der Belgradstraße — und was die Polizei ausdrücklich noch nicht sagt
Schwabing · Schwabing-West · Mittwoch, 19. August 2026
An der Ecke Clemensstraße wurde am Dienstagnachmittag ein Mann von Schüssen schwer verletzt. Ob der Gegenstand in seiner Hand eine Schusswaffe war, wird geprüft. Das LKA untersucht den Einsatz.
Wer am Dienstagnachmittag an der Belgradstraße unterwegs war, hat einen Großeinsatz gesehen und wird seither eine Frage haben. Hier steht, was belegt ist — und ausdrücklich auch, was nicht.
An der Belgradstraße 22, Ecke Clemensstraße, hat die Polizei am Dienstag, 18. August 2026, gegen 17.13 Uhr auf einen Mann geschossen. Er soll auf der Straße „mit einer Schusswaffe oder einem ähnlich aussehenden Gegenstand“ hantiert haben. Der Mann wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht.
Das ist der Satz, auf den es ankommt: Ob es sich um eine echte Schusswaffe handelte, wird noch geprüft. Der Gegenstand wurde sichergestellt. Wir schreiben deshalb nicht „Mann mit Pistole“ — das steht in keiner unserer Quellen, und der Unterschied ist für die Bewertung des ganzen Vorgangs entscheidend.
Der Mann trug keine Ausweispapiere bei sich; seine Identität war zunächst unklar. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt, der Trambetrieb war gestört.
Wer das jetzt untersucht
Das Bayerische Landeskriminalamt prüft, ob der Einsatz gerechtfertigt war. Das ist kein Sonderfall und kein Misstrauensvotum: Es geschieht bei jedem Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte.
Eine amtliche Erstquelle gibt es zu diesem Vorgang noch nicht. Der Einsatz war um 17.13 Uhr, die Medieninformation der Polizei war an diesem Tag bereits um 11.58 Uhr erschienen. Was die Polizei selbst zu dem Einsatz schreibt, steht frühestens im nächsten Tagesbericht. Bis dahin stützt sich alles hier auf die Berichte zweier Zeitungen.
Und eine Zahl, die den Bezirk betrifft
Schwabing-Freimann verliert Apotheken schneller als jeder andere Stadtbezirk. Zwischen 2022 und 2024 ist die Zahl dort von 20 auf 17 gesunken.
Stadtweit ging es im selben Zeitraum von 329 auf 308 zurück — 21 Apotheken weniger in zwei Jahren, Rückgänge in 17 der 25 Stadtbezirke. Die Zahlen stammen laut Bericht der Abendzeitung vom Gesundheitsreferat. Wir hatten am 11. August über die Bezirkszählung berichtet; die absoluten Zahlen und die Rangfolge liegen erst jetzt vor.
Drei Apotheken weniger klingt nach wenig. Für jemanden, der schlecht zu Fuß ist, ist es die Differenz zwischen „um die Ecke“ und „mit der Tram“.
Nachts laufen
Im Luitpoldpark — einer der Parks, die die CSU-Fraktion mit FREIE WÄHLER für beleuchtete und überwachte Laufstrecken vorgeschlagen hatte — wird sich vorerst nichts ändern. Die Baureferentin verweist auf bereits beleuchtete Hauptwege und darauf, dass weitere Beleuchtung wegen der Haushaltslage nicht möglich ist. Eine Überwachung scheidet aus: Der Kommunale Außendienst ist nur rund um den Hauptbahnhof im Einsatz.
Quellen: - SZ München — Großeinsatz in Schwabing: Verdächtiger Mann von Polizei angeschossen - Abendzeitung München — Großeinsatz der Polizei in München: Mann mit Waffe gesichtet - tz München — Polizei schießt auf Mann in München: Sprecher gibt Infos zu weiterem Ablauf – Details zu Verdächtigem - Merkur — Polizei schießt auf Mann in München: Sprecher gibt Infos zu weiterem Ablauf – Details zu Verdächtigem - Abendzeitung München — Apothekensterben auch in München: Ein Viertel trifft es besonders hart - Rathaus-Umschau — Sichere Laufstrecken in Münchner Parks und Grünanlagen
Quellen
- Großeinsatz in Schwabing: Verdächtiger Mann von Polizei angeschossen
- Großeinsatz der Polizei in München: Mann mit Waffe gesichtet
- Polizei schießt auf Mann in München: Sprecher gibt Infos zu weiterem Ablauf – Details zu Verdächtigem
- Polizei schießt auf Mann in München: Sprecher gibt Infos zu weiterem Ablauf – Details zu Verdächtigem
- Apothekensterben auch in München: Ein Viertel trifft es besonders hart
- Sichere Laufstrecken in Münchner Parks und Grünanlagen