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Soll die Ludwigstraße eine Waldallee werden? Der Merkur sagt Nein, und zwar laut

Maxvorstadt · Altstadt · Dienstag, 25. August 2026

Über 300 Bäume sind geplant. Ein Kommentar hält das für ideologiegetrieben und sieht Klenzes Werk in Gefahr.

Für den Umbau der Ludwigstraße sind mehr als 300 Bäume vorgesehen. In der Ausschreibung zum Architekturwettbewerb stand der Satz, die Straße müsse vom Repräsentationsort zur Flanierfläche werden. Genau daran arbeitet sich ein Kommentar von Dirk Walter im Merkur ab: Er nennt den Ansatz ideologiegetrieben und schreibt, München verliere eine seiner vier Prachtstraßen, und zwar die bedeutendste. Neben der Ludwigstraße mit ihren Repräsentationsbauten verblasse selbst die Maximilianstraße, Brienner und Prinzregentenstraße rangierten dahinter.

Bemerkenswert ist, dass dieselbe Redaktion die Gegenposition gleich mitdruckt, unter dem Titel „Mehr Paris wagen“. Wer in der Maxvorstadt oder im Lehel wohnt und den Umbau vor der Haustür bekommt, findet damit beide Seiten des Arguments an einem Ort. Wir geben das hier als das wieder, was es ist: eine Wertung des Autors, nicht ein Beschluss der Stadt.

Quellen: - Merkur: „Rettet Klenzes Werk“: Ideologisch getriebener Ansatz beim Umbau der Ludwigstraße zur Waldallee - Merkur: „Mehr Paris wagen“: Wieso mehr Bäume der Münchner Ludwigstraße gut tun - Merkur: „Ludwigstraße wird verhunzt“: Denkmalschützer schäumt wegen Bäumen für den Prachtboulevard

Quellen