Die Kioske im Univiertel ziehen ihre Klagen zurück, ab 4. September ist um 22 Uhr Schluss
Maxvorstadt · Schwabing · Samstag, 29. August 2026
Ein Gerichtsurteil gegen einen dritten Betrieb zwingt die Stadt zur Gleichbehandlung. Anwohner hatten den ganzen Sommer über Lärm, Scherben und Urin in Hauseingängen geklagt.
Zwei Kioskbetreibende, die gegen das nächtliche Bierverkaufsverbot geklagt hatten, haben ihre Klagen zurückgenommen. Damit akzeptieren sie die Bescheide der Stadt, nach 22 Uhr kein Bier mehr zu verkaufen.
Der Weg dorthin ist der eigentliche Vorgang. Bei einem weiteren Betrieb hat das Verwaltungsgericht bereits entschieden, dass er nach 22 Uhr keine alkoholischen Getränke mehr to go abgeben darf. Aus der Gleichbehandlung folgt für die Stadt die Pflicht, im Univiertel für alle dieselben Regeln durchzusetzen. Deshalb gilt das Verbot ab Freitag, 4. September, wieder für alle betroffenen Kioske ab 22 Uhr.
Die Anwohnerinnen und Anwohner hatten auch in diesem Sommer über die Begleiterscheinungen geklagt: nächtlicher Lärm, Urinieren in Hauseingängen und Hinterhöfen, Glasscherben auf den Gehwegen.
Oberbürgermeister Dominik Krause sagt dazu, er habe sich sehr dafür stark gemacht, dass im Univiertel ein gutes Miteinander gelinge, die Situation für die Anwohnenden habe sich zuletzt aber nicht verbessert; er bleibe überzeugt, dass eine Großstadt Freiräume für junge Menschen ermöglichen müsse, und gegenseitige Rücksichtnahme müsse dabei das Grundgebot sein. Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller dankt allen, die versucht haben, die Interessen auszugleichen: Man habe nicht alle überzeugen können, ihren Beitrag zu leisten.
Quellen: - Rathaus-Umschau — Univiertel: Kioske ziehen Klagen zurück
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