Europaviertel
Nachrichten, Termine und Meldungen aus Europaviertel — aus den letzten Ausgaben von Sehr Lokal Stuttgart. Jede Meldung verlinkt ihre öffentliche Quelle.
Donnerstag, 3. September 2026
Stuttgart-Mitte · Europaviertel
POL-S: Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizei geben bekannt: Frau nach Angriff in Einkaufszentrum verstorbenArtikel lesen ↓
Aus unserem Artikel: Die Frau, die im Juli in einem Einkaufszentrum angegriffen wurde, ist gestorben
Am 23. Juli wurde in einem Stuttgarter Einkaufszentrum eine Frau angegriffen. Am 2. September ist sie an den Folgen der Verletzungen gestorben.
Das haben Staatsanwaltschaft und Polizei gemeinsam mitgeteilt. Nach ihrer Darstellung war der Angreifer ihr getrennt lebender Ehemann. Der Leichnam soll heute, am 3. September, obduziert werden. Der Tatverdächtige ist aufgrund eines gerichtlichen Unterbringungsbefehls untergebracht.
Wir schreiben diese Meldung mit so wenig Angaben wie möglich. Was hier zählt, ist nicht, wer sie war, sondern dass eine Frau in einem Einkaufszentrum in dieser Stadt angegriffen wurde und knapp sechs Wochen später daran gestorben ist. Alles, was sie darüber hinaus erkennbar macht, hilft niemandem und schadet den Angehörigen.
Ein Ermittlungsverfahren ist keine Feststellung von Schuld.
Das Rathaus öffnet am 19. September seine Türen
Am Samstag, 19. September, von 11 bis 16 Uhr kann man ins Rathaus. Der Oberbürgermeister sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister öffnen ihre Büros, die Ämter und Eigenbetriebe stellen sich auf den Etagen und rund ums Gebäude vor.
Angekündigt sind Führungen durch das Haus und zum Projekt Stuttgart-Rosenstein, der Blick vom Rathausturm, ein aufblasbares Planetarium und Stände zum Klimafahrplan sowie zum Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliche Kommune“. Für Kinder gibt es unter anderem Fußball-Dart. Das Programmheft steht auf den Seiten der Stadt.
Der Rathausturm ist dabei das eigentliche Angebot. Von dort sieht man den Kessel so, wie man ihn sonst nie sieht.
Wer beim Wittwer stand, weiß, was gemeint ist
Vor zwanzig, fünfundzwanzig, dreißig Jahren war „Gehmer Wittwer?“ in Stuttgart ein Code. Gemeint war der Skate-Spot vor dem Kaufhaus und beim Ochs'n Willi; ausgewichen wurde je nach Lage auf den Rathausvorplatz. Mit der Neugestaltung des Kleinen Schlossplatzes verschwand auch das überdachte Treppenset, an dem gefahren wurde.
Ein Spot ist nichts, was jemand plant. Er entsteht dort, wo eine Treppe, ein Belag und ein Dach zufällig zusammenkommen, und er verschwindet, wenn eines davon umgebaut wird.
Und in der Stadtbahn wurde ein Prüfer angegangen
Bei einer Fahrkartenkontrolle kurz vor der Haltestelle Olgaeck wies ein Fahrausweisprüfer einen Fahrgast an, sich auszuweisen, nachdem dieser einen ungültigen Fahrschein vorgezeigt hatte. Der Fahrgast soll ihn stattdessen körperlich angegangen haben; der Prüfer wurde leicht verletzt. An der nächsten Haltestelle flüchtete der Mann — und ließ dabei seinen Rucksack zurück, in dem sein Ausweis lag. Das Raubdezernat ermittelt.
Quellen: - Polizei Stuttgart — POL-S: Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizei geben bekannt: Frau nach Angriff in Einkaufszentrum verstorben - Landeshauptstadt Stuttgart — Servicemeldungen aus Ämtern und Bezirken - KESSEL.TV — Legendärer Skate-Spot in Stuttgart: “Beim Wittwer” - Polizei Stuttgart — POL-S: Bei Fahrscheinkontrolle Prüfpersonal angegangen - Zeugen gesucht
Quelle: Polizei Stuttgart
Freitag, 7. August 2026
Europaviertel
Der Angriff im Milaneo, häusliche Gewalt und die Folgen: Eine Betroffene erzähltArtikel lesen ↓
Aus unserem Artikel: Nach dem Angriff im Milaneo meldet sich eine, bei der es Jahrzehnte her ist
Eine Frau ist im Stuttgarter Milaneo von ihrem Mann schwer verletzt worden. Das ist die Nachricht, die alle gelesen haben.
Der SWR hat sich angesehen, was sie bei denen auslöst, die nicht in der Zeitung stehen. Solche Meldungen, berichtet eine Betroffene, treffen andere Opfer häuslicher Gewalt mit, lösen Erinnerungen aus und zeigen vor allem eines: Das Trauma bleibt Jahrzehnte lang.
Wir geben hier bewusst nichts über die Frau aus dem Milaneo wieder, was über diesen einen Satz hinausgeht. Sie hat sich diese Öffentlichkeit nicht ausgesucht.
Was wir stattdessen hinschreiben, ist die Nummer. Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter 116 016 erreichbar: rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, anonym und kostenfrei, mit Beratung in 18 Sprachen sowie in Gebärdensprache und in leichter Sprache. Es berät auch Angehörige, Freundinnen und Freunde — also die Leute, die im Zweifel als Erste etwas merken.
(Diese Angaben stammen nicht aus dem SWR-Beitrag; wir haben sie beim Hilfetelefon selbst nachgesehen. Es ist der einzige Punkt in dieser Ausgabe, an dem wir das getan haben.)
Quellen: - SWR Aktuell — Der Angriff im Milaneo, häusliche Gewalt und die Folgen: Eine Betroffene erzählt - Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ — Rufnummer und Konditionen
Quelle: SWR Stuttgart